Kategorie: Schifffahrt

Migration und Flucht: Ritt auf dem Ruderblatt

Immer spektakulärer sind die Nachrichten über das Aufgreifen von Flüchtenden über See. Was zuletzt "nur" eine Elf-Tages-Reise von Nigeria bis nach La Palma/Teneriffa war, das haben Mitte Juli vier Stowaways auf dem Ruderblatt eines liberianischen Frachters/Tankers nach 5.000 Seemeilen überlebt! Das bisher ungenannte Schiff hatte Ende Juni in Lagos/Nigeria abgelegt und war dreizehn Tage unterwegs, bevor brasilianische Bundespolizei die vier Mann ohne Papiere und überprüfbare Identität in schlechter körperlicher Verfassung unter dem Heck entdeckte. Nach notwendiger medizinischer Beobachtung werden sie voraussichtlich in Kürze wieder nach Nigeria zurück gebracht - wahrscheinlich per Flugzeug! Blinde Passagiere auf dem Ruderblatt bzw. im...

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Seepiraterie lebt auf im Golf von Guinea

Aus einer Pressemitteilung des ICC Hamburg zum ersten Halbjahresbericht 2023 Das Internationale Schifffahrtsbüro (IMB) der Internationalen Handelskammer (ICC) hat in seinem Halbjahresbericht 2023 Besorgnis über die erneute Zunahme der gemeldeten Zwischenfälle in den Gewässern des Golfs von Guinea und in der Straße von Singapur geäußert. Das Internationale Schifffahrtsbüro der ICC registrierte in der ersten Hälfte des Jahres 2023 insgesamt 65 Vorfälle von Piraterie und bewaffneten Raubüberfällen auf Schiffe – ein Anstieg gegenüber der 58 Angriffe im gleichen Zeitraum in 2022. Gewalt hält an  Von den 65 gemeldeten Vorfällen wurden 57 Schiffe geentert, bei vieren wurde versucht, sie anzugreifen, zwei...

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Gefahren einer „Schattenflotte“

Akteure aus der Schifffahrtsbranche äußern sich besorgt über die zunehmende Gefahr, die von einer größer werdenden „Schattenflotte“ ausgeht: Tankschiffe, mit denen Öl und Ölprodukte aus Ländern wie Russland, Iran oder Venezuela transportiert wird, um damit Sanktionen zu umgehen. Sie verweisen darauf, dass diese unter Billigflaggen fahrenden Schiffe kaum Sicherheitsstandards einhielten, häufig ohne angemessene Versicherung oder Aufsicht betrieben und nur minimalen oder [ds_preview]gar keinen Sicherheitskontrollen unterzogen würden. Nichts Gutes ... außer man tut es! Singapurs Maritime & Port Authority (MPA) ist für die Erfüllung der Verpflichtungen aus den SOLAS- und SAR-Übereinkommen in der Seenotrettungsregion Singapur (MSRR) verantwortlich. Die Behörde hatte eine Warnung an alle Eigner und Betreiber von Schiffen herausgegeben, die den Hafen von Singapur anlaufen wollen, die Anforderungen der internationalen Vorschriften zu erfüllen. Mit der vollumfänglichen Wiederaufnahme ihrer Inspektionsprogramme im Rahmen der Hafenstaatkontrollen (PSC) musste MPA Singapur seit Anfang 2022 auch eine dramatische Zunahme von Beanstandungen feststellen. Zu PSC siehe Europa: Moderne Schifffahrtsregulierung. Gemäß Jahresbericht 2022 hatten 30 Schiffe die Sicherheitskontrollen und Inspektionen durch Singapur nicht bestanden - so viele wie insgesamt in den zehn Jahren zuvor! Allein im April 2023 seien bereits neun Schiffe beschlagnahmt worden. Der Fall „Lefkada“ Zu den im letzten Monat festgesetzten Schiffen gehörte der unter der Flagge Gabuns fahrende Rohöltanker „Lefkada“ (ca. 105.000 Tonnen), der von der Reederei Gatik Ship Management (GSM) betrieben wird. Die indische Reederei wird mit russischem Ölhandel in Verbindung gebracht....

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"Gorch Fock" von der 175. Ausbildungsreise zurück

Im Jahr 175 Jahre Deutsche Marinen beendet die "Gorch Fock" die 175. Auslandsausbildungsreise Am Freitag, den 7. Juli 2023 um 10 Uhr, wird das Segelschulschiff "Gorch Fock" im Marinestützpunkt Kiel-Wik zurückerwartet. Damit endet die 175. Auslandsausbildungsreise, die Schiff und Besatzung über Spanien (La Coruna und Cadiz), Portugal (Funchal auf Madeira, Ponta Delgada auf den Azoren) und Irland (Dublin) zurück nach Kiel führte. Die Deutsche Marine feiert in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen. Das Segelschulschiff der Deutschen Marine war zum Geburtstag der Deutschen Marinen am 14. Juni nicht im Heimathafen Kiel und hat auch die Kieler Woche verpasst. Nun aber kommt die Dreimastbark nach rund vier Monaten...

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Besatzungsmitglied der "Bonn" braucht Hilfe

Beim Einlaufen der Bonn wurde bekannt, dass ein Kamerad der "Bonn" schwer erkrankt ist. Wie die Wilhelmshavener Zeitung, die mit dem Marineredakteur Michael Halama exklusiv das Einlaufen begleitete, berichtet, wurde die Marine bereits aktiv. „Leider gibt es auf Seereisen immer auch mal unerfreuliche Nachrichten“ sagt Kapitänleutnant Daniel A., Presseoffizier der „Bonn“. „Während unseres Aufenthaltes in Souda Bay auf Kreta wurde ein erkrankter Besatzungsangehöriger zurück nach Deutschland geflogen: Diagnose Leukämie.“ Die DKMS (siehe unten) weiß: Alle zwölf Minuten erhält in Deutschland ein Mensch diese schllimme Diagnose Blutkrebs, weltweit alle 27 Sekunden. Viele Patienten und Patientinnen können ohne eine lebensrettende Stammzellspende...

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