<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Comments on: Tiefseebergbau: Andrew Forrest, Fortescue Metals, fordert Moratorium	</title>
	<atom:link href="https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/en/tiefseebergbau-andrew-forrest-fortescue-metals-fordert-moratorium/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/en/deep-sea-mining-andrew-forrest-fortescue-metals-calls-for-moratorium/</link>
	<description>marine forum</description>
	<lastbuilddate>Wed, 23 Nov 2022 17:03:12 +0000</lastbuilddate>
	<sy:updateperiod>
	hourly	</sy:updateperiod>
	<sy:updatefrequency>
	1	</sy:updatefrequency>
	
	<item>
		<title>
		By: Prof Dr Uwe Jenisch		</title>
		<link>https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/en/deep-sea-mining-andrew-forrest-fortescue-metals-calls-for-moratorium/#comment-857</link>

		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Uwe Jenisch]]></dc:creator>
		<pubdate>Wed, 23 Nov 2022 17:03:12 +0000</pubdate>
		<guid ispermalink="false">https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/?p=25487#comment-857</guid>

					<description><![CDATA[Es ist kein Wunder, wenn der australische Eisenerzmagnat A. Forrest sich negativ über den kommenden Tiefseebergbau äußert, denn dieser könnte ein Konkurrent zum großflächigen besonders umweltzerstörenden Bergbau in Australien werden. Im Übrigen ist China der dominierende Lieferant für die wichtigsten Industriemetalle. Insbesondere für Deutschland ist China der größte Lieferant von 45 verschiedenen Mineralien, ohne die weder eine Automobil-, Maschinenbau- und Rüstungsindustrie in Deutschland noch die Energiewende und die Dekarbonisierung der Wirtschaft und Gesellschaft möglich sind. Da trifft es sich gut, dass Deutschland seit 2005 vorsorglich zwei Explorationslizenzen bei der Internationalen UN - Meeresbodenbehörde (ISA) erworben hat - eine im Pazifik für Manganknollen und eine im Indischen Ozean für Sulfide, jeweils mit hochwertigen Funden von Kobalt, Nickel, Kupfer, Mangan und Seltenen Erden. Der zukünftig zu erwartende Tiefseebergbau bringt gerade für die viertgrößte Industrienation Chancen in dreierlei Hinsicht:

Erstens kann sich Deutschland mit den Schlüsselmetallen vom Meeresboden aus einer zu engen Abhängigkeit lösen, indem diesen Lieferländern signalisiert wird, dass es Alternativen zum Landbergbau - einem der größten Umweltzerstörer weltweit -  gibt.

Zweitens können mit deutscher Technologie ein umweltverträglicher Meeresbergbau realisiert und neue Absatzmärkte und Kooperationen mit ausländischen Partnern gefunden werden, z. B. in deren Ausschließlichen Wirtschaftszonen. Das vom BMWK finanziell geförderte Meeresbergbaugerät der Fa. Bauer Maschinen GmbH aus Bayern hat soeben einen wichtigen Innovationspreis gewonnen.

Drittens sollten die Berliner Ministerien aktiv die Chance nutzen, die deutschen und europäischen  Umweltstandards im neuen Wirtschaftszweig des Tiefseebergbaus international zu verankern, und diesen wichtigen Aspekt nicht anderen überlassen durch Rückzug und die kürzliche Presseerklärung des BMWK und des BMU, dass Deutschland zum Tiefseebergbau eine furchtsame &quot;vorsorgliche Pause&quot; (&quot;preemptive pause&quot;) einlegen möchte.

Es überrascht immer wieder, dass die Optionen des Meeresbergbaus in deutschen Amtsstuben und Parteibüros nicht erkannt werden - nicht beim BDI, nicht in der Automobilindustrie, nicht in den Medien und nicht in der Gesellschaft

meint Uwe Jenisch, Kiel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist kein Wunder, wenn der australische Eisenerzmagnat A. Forrest sich negativ über den kommenden Tiefseebergbau äußert, denn dieser könnte ein Konkurrent zum großflächigen besonders umweltzerstörenden Bergbau in Australien werden. Im Übrigen ist China der dominierende Lieferant für die wichtigsten Industriemetalle. Insbesondere für Deutschland ist China der größte Lieferant von 45 verschiedenen Mineralien, ohne die weder eine Automobil-, Maschinenbau- und Rüstungsindustrie in Deutschland noch die Energiewende und die Dekarbonisierung der Wirtschaft und Gesellschaft möglich sind. Da trifft es sich gut, dass Deutschland seit 2005 vorsorglich zwei Explorationslizenzen bei der Internationalen UN &#8211; Meeresbodenbehörde (ISA) erworben hat &#8211; eine im Pazifik für Manganknollen und eine im Indischen Ozean für Sulfide, jeweils mit hochwertigen Funden von Kobalt, Nickel, Kupfer, Mangan und Seltenen Erden. Der zukünftig zu erwartende Tiefseebergbau bringt gerade für die viertgrößte Industrienation Chancen in dreierlei Hinsicht:</p>
<p>Erstens kann sich Deutschland mit den Schlüsselmetallen vom Meeresboden aus einer zu engen Abhängigkeit lösen, indem diesen Lieferländern signalisiert wird, dass es Alternativen zum Landbergbau &#8211; einem der größten Umweltzerstörer weltweit &#8211;  gibt.</p>
<p>Zweitens können mit deutscher Technologie ein umweltverträglicher Meeresbergbau realisiert und neue Absatzmärkte und Kooperationen mit ausländischen Partnern gefunden werden, z. B. in deren Ausschließlichen Wirtschaftszonen. Das vom BMWK finanziell geförderte Meeresbergbaugerät der Fa. Bauer Maschinen GmbH aus Bayern hat soeben einen wichtigen Innovationspreis gewonnen.</p>
<p>Drittens sollten die Berliner Ministerien aktiv die Chance nutzen, die deutschen und europäischen  Umweltstandards im neuen Wirtschaftszweig des Tiefseebergbaus international zu verankern, und diesen wichtigen Aspekt nicht anderen überlassen durch Rückzug und die kürzliche Presseerklärung des BMWK und des BMU, dass Deutschland zum Tiefseebergbau eine furchtsame &#8222;vorsorgliche Pause&#8220; (&#8222;preemptive pause&#8220;) einlegen möchte.</p>
<p>Es überrascht immer wieder, dass die Optionen des Meeresbergbaus in deutschen Amtsstuben und Parteibüros nicht erkannt werden &#8211; nicht beim BDI, nicht in der Automobilindustrie, nicht in den Medien und nicht in der Gesellschaft</p>
<p>meint Uwe Jenisch, Kiel</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>