Unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) war das deutsche Forschungsschiff "Sonne" aus Wilhelmshaven (Eigner: BMBF) in einer rund dreiwöchigen Expedition vom 16. Juli, Start in Singapur, bis zum 5. August, Ende in Port Louis auf Mauritius, im Einsatz.
Ziel der Expedition war es, menschlich verursachten Umweltstress zu quantifizieren und erstmals eine Risikoabschätzung für das Untersuchungsgebiet zu ermöglichen. In besonderem Fokus stehen neu auftretende Schadstoffe wie Mikroplastik, künstliche Östrogene und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Die Expedition wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und ist als Aktivität im Rahmen der UN-Dekade der Ozeane anerkannt.
Erstmals untersuchten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf der mehr als 6.300 Kilometer langen Route sowohl das Oberflächenwasser als auch tiefer liegende Wasserschichten des Indischen Ozeans nach diesen neuen Schadstoffen.

Die “Sonne“ zu Beginn der Expedition in Singapur. Foto: IOW / R. Prien
An der Forschungsfahrt waren 27 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen beteiligt, fünfzehn vom IOW, zwölf vom Helmholtz-Zentrum Hereon und dem Institut für Geologie der Universität Hamburg. Die Expedition mit dem Projektnamen E-POLIO (Emerging POLlutants and Microplastic Abundance in Surface Waters of Indian Ocean) ist ein anerkannter Beitrag zu den 2021 gestarteten weltweiten Aktivitäten im Rahmen der Ozeandekade der Vereinten Nationen. Diese globalen Kampagnen haben das Ziel, wissenschaftsbasierte Lösungen für die drängendsten Probleme zu entwickeln und umzusetzen.
Diese Expedition mit der "Sonne" liefert die ersten Verschmutzungs-Bewertungen für das gesamte Meeresbecken des Indischen Ozeans. Zuvor jedoch müssen Mengen an Daten aufbereitet, ausgewertet, überprüft und bewertet werden. Die Ergebnispräsentation wird also noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
kdk
Quelle: IOW












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