Lieutenant Captain Klemens Klabunde

Lieutenant Captain Klemens Klabunde

Discipline and the will to succeed are crucial

Das Seebataillon lockt viele junge Männer, aber auch Frauen an, die eine persönliche Herausforderung suchen. Die Faszination dieses Verbands besteht insbesondere darin, dass das Bataillon die Marineinfanterie der Bundeswehr ist. Allerdings: Wollen bedeutet nicht per se können. Fragen an Kapitänleutnant Klemens Klabunde, 33, seit April 2019 Chef der für den „grünen“ Anteil zuständigen Ausbildungskompanie 1.[ds_preview]

Was muss ein Soldat mitbringen, damit er den Ansprüchen an einen Marineinfanteristen genügt?
Das sind Disziplin und Erfolgswillen, zumal die Ausbildung körperlich wie geistig fordernd ist. Der Soldat muss den Willen haben, das, was er anfängt, auch unter Schwierigkeiten bis zum Ende durchzuführen. Wer die Ausbildung nicht besteht, kann keinen Dienstposten innerhalb des Bataillons bekleiden. Eine bestandene Ausbildung ist daher das erste Ziel, das man erreichen muss, um eine Aufgabe im Seebataillon ausüben zu können.

Scharfschützen des Seebataillons

Scharfschützen des Seebataillons

Die Anwärter suchen Sie sich ja nicht selbst aus, sie werden Ihnen von einem der Karrierecenter der Bundeswehr zugewiesen. Wie hoch ist der Anteil derjenigen, die die Ausbildung bestehen?
Die Erfolgsquote variiert von Durchgang zu Durchgang und hängt von der persönlichen Motivation und Lernfähigkeit der Teilnehmer ab.

Gibt es für die Dienstposten im Bataillon Altersbegrenzungen?
Nein. Die körperliche Fitness ist grundsätzlich ausschlaggebend dafür, wer wie lange in einer Einsatzkompanie Verwendung findet.

Welche Perspektiven bieten sich den Soldaten des Seebataillons hinsichtlich einer Weiterentwicklung innerhalb der Marine?
Die Marineinfanterie ist recht klein aufgestellt. Sie bildet explizit auch nur für ihren Bereich aus. Die Soldaten haben aber die Möglichkeit, später die Verwendungsreihe und somit in einen anderen Bereich zu wechseln. Da ist die Marine flexibel.

Anlanden von Soldaten der Küsteneinsatzkompanie

Anlanden von Soldaten der Küsteneinsatzkompanie

Sie wurden 2019 beauftragt, die Ausbildungskompanie 1 aufzustellen. Was ist Ihr persönliches Ziel?
Zuvor gab es ein Ausbildungszentrum für alle Einsatzkompanien. Ich sehe meine Aufgabe darin, sämtliche Fachausbildungen, die jetzt in dieser Kompanie angesiedelt sind, „unter ein Dach zu bekommen“ – also von der Vollausbildung des Einzelschützen bis zur hochwertigen Ausbildung des Zugführers oder der spezialisierten Einzelkämpfervorausbildung –, sodass sich jeweils ein einheitliches Ausbildungs- und Lehrkonzept ergibt und der hier ausgebildete Marineinfanterist uns als seine militärische Heimat empfindet.

Fregattenkapitän d.R. Jürgen R. Draxler ist freier Journalist und Publizist.
Fotos: Bundeswehr/Marcel Kröncke, Björn Wilke, Carsten Vennemann

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