Offshore wind - turning point at sea. Source: 50Hertz

Offshore wind - turning point at sea. Source: 50Hertz

Major construction site in the Baltic Sea - offshore expansion

Der deutsche Stromübertragungsnetzbetreiber 50Hertz will bis 2028 mehrere Milliarden Euro in den Ausbau des Offshore-Stromnetzes in der deutschen Ostsee investieren. Mit den neu geplanten Windparks soll sich dort bis 2028 die Leistung auf drei Gigawatt erhöhen und damit mehr als verdoppeln. Eine Konzession für einen weiteren Ostsee-Windpark hat die Bundesnetzagentur an die französische Total Energies vergeben, der den Planungen zufolge bis 2030 entstehen soll.[ds_preview]

Zwischen MV-Werften und Kreuzfahrtkai baut 50Hertz sein Rostock Offshore Quartier. Quelle: Google Earth

Zwischen MV-Werften und Kreuzfahrtkai baut 50Hertz sein Rostock Offshore Quartier. Quelle: Google Earth

Konverter

Um mehr grüne Energie an Land bringen zu können, setzt das Unternehmen hier künftig auf die Gleichstrom-Technologie. Bislang wurde der Strom in der Ostsee ausschließlich über Wechselstrom-Kabel an Land gebracht. Dies reicht aber künftig nicht mehr aus. 50Hertz plant deshalb eigenen Angaben zufolge nun auch hier Konverterstationen - ähnlich wie in der Nordsee. Über sie wird der erzeugte Windstrom in Gleichstrom umgewandelt, der dann mehr Leistung zu den Anlandestationen bringen kann.

Die Investitionskosten in Höhe von sieben Milliarden Euro werden bundeseinheitlich auf die Netzentgelte umgelegt. Somit finanzieren die Kundinnen und Kunden die Investitionen in der Ostsee.

Pachtvertrag

Zusätzlich plant 50Hertz auf einer der letzten verfügbaren Industrieflächen in Warnemünde eine Millioneninvestition. Das Unternehmen hat einen Erbpachtvertrag über eine Laufzeit von mindestens 60 Jahren mit der Stadt Rostock unterzeichnet. Auf der rund 23.000 Quadratmeter großen Fläche, die noch von Altlasten befreit werden muss, will 50Hertz das Rostock Offshore Quartier (ROQ) entwickeln und etwa 80 Millionen Euro in Verwaltungsgebäude, Lager und Liegeplätze für Schiffe investieren. Bis 2028 soll das Gelände bezugsfertig und das Hafenbecken auf 10 Meter vertieft worden sein, damit auch Schwerlastschiffe mit bis zu 200 Metern Länge an- und ablegen können. Mit dem ROQ sollen 180 Arbeitsplätze entstehen, um zukünftig von Rostock aus die Offshore-Windanlagen zu warten.

kdk

Quelle: NDR, 50Hertz

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