Work has begun on the 2.8 billion euro project to build and lay the first electricity cable between the UK and Germany. This will connect two of Europe's largest energy markets for the first time, which is also a result of the Russian invasion of Ukraine.
Co-operation partner
Die NeuConnect Deutschland GmbH mit Sitz in Wilhelmshaven verantwortet alle Belange des NeuConnect Interkonnektor-Projekts inklusive Genehmigungsverfahren, Bauphase und Betrieb auf deutscher Seite. Die NeuConnect Ltd. mit Sitz in London verantwortet [ds_preview] die Projektabschnitte im britischen und niederländischen Zuständigkeitsbereich. Das Projekt wird durch ein Konsortium von mehr als 20 Banken und Finanzinstituten finanziert, darunter die UK Infrastructure Bank, die Europäische Investitionsbank und die deutsche Allianz Capital Partners.

Deutsch-britische Stromtrasse NeuConnect. Grafik: NeuConnect
Stromtrasse
Die neue Energieverbindung wird über 725 km lang sein und verläuft überwiegend unter dem Meer durch britische, niederländische und deutsche Gewässer. Es ist das größte deutsch-britische Infrastrukturprojekt und eines der größten Verbundprojekte weltweit.
Baufortschritt
NeuConnect, das im Juli 2022 grünes Licht für die Finanzierung erhielt, wird neue Konverterstationen auf der Isle of Grain (Grafschaft Kent) im Südosten Englands und in Fedderwarden im Stadtgebiet Wilhelmshaven (Niedersachsen) durch Siemens Energy errichten lassen. Verbunden werden die Stromleitungen über sogenannte Interkonnektoren; Grenzkuppelstellen, die über Ländergrenzen hinweg als Übergabepunkte fungieren.

Interkonnektor IFA2 der britisch-französischen Stromtrasse Portsmouth-Caen zur Frequenzumwandlung See-/Landkabel. Foto: Nationalgrid
Ziele
Die Kabel können bis zu 1,4 GW Strom in beide Richtungen zwischen Großbritannien und Deutschland übertragen. Sie erhöhen damit die Energiesicherheit und helfen beiden Ländern beim Erreichen ihrer Klimaziele. Anstatt erneuerbare Energie zu verschwenden, z. B. durch das Abschalten von Windrädern trotz Wind, wird es die gemeinsame Nutzung überschüssigen Stroms ermöglichen.
Das Projekt wurde vor 5 Jahren gestartet und soll bis 2028 in Betrieb genommen werden.
Es ist gut, dass die beiden größten Volkswirtschaften Europas den Weg der Kooperation - trotz BREXIT - weiter gemeinsam gehen.
Quelle: Offshore, NeuConnect
Aktualisierung des Artikels 15.08.2024:
Wilhelmshaven - Nun hat im Mai 2024 die Bauphase für das erste Stromkabel zwischen Großbritannien und Deutschland begonnen. Nahe des geplanten deutschen Anlandepunktes im Stadtteil Fedderwarden vollzog Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zusammen mit dem britischen Staatsminister für Handelspolitik Gregory Hands, Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies, dem Oberbürgermeister von Wilhelmshaven Carsten Feist und der Vorsitzenden der Projektgesellschaft NeuConnect, Julia Prescot, symbolisch einen ersten Spatenstich.
Die neue Stromverbindung werde für Flexibilität beim Transport von Erneuerbaren Energien sorgen. Je vernetzter Europa sei, je größer auch das Netzwerk, umso effizienter könne das System gefahren und gesteuert werden, um das große Ziel der Dekarbonisierung mit einer klimaneutralen Stromversorgung umzusetzen, so der Bundeswirtschaftsminister.
Die Länge des Kabels auf deutscher Seite gab das Wirtschaftsministerium mit 193 Kilometer an. In der Nordsee ist die Trasse als Unterseekabel und an Land bis Fedderwarden als Erdkabel geplant. Die Verbindung soll bis zu 1,5 Millionen Haushalte mit Strom versorgen und 2028 in Betrieb gehen.
Großbritannien verfügt über erhebliche Potentiale bei der Erzeugung von Offshore-Windenergie und plant, bis 2030 auf 50 Gigawatt installierte Leistung auszubauen. Über NeuConnect wird daher perspektivisch grüner Strom nach Deutschland fließen.
kdk
Quelle: BMWK












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