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	Comments on: The Emperor's Admirals	</title>
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		<title>
		By: Gottfried Hoch		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gottfried Hoch]]></dc:creator>
		<pubdate>Mon, 17 May 2021 22:24:42 +0000</pubdate>
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					<description><![CDATA[Die o.a. Einleitung in die Thematik und offizielle Bw-Begründung macht für mich eindeutig klar, dass es sich bei der diskutierten Umbenennung der Molen im Kieler Marinestützpunkt um eine Entscheidung entlang des &quot;Main stream&quot; oder auch des &quot;Zeitgeistes&quot; handelt. Man muss nur der aufgezeigten Linie folgen: KSK - Pfullendorf - Illkirch - Fall Franco A - darauf die Überprüfung der Liegenschaften der Bw auf Weisung der Frau Minister und siehe da.... plötzlich liegen Tirpitz und Scheer als Namensgeber auf der vermeintlich gleichen Linie des Nährbodens rechtsgerichteter und verfassungsfeindlicher Umtriebe in der Bundeswehr??  Dabei möchte ich diese Entscheidung  gar nicht abträglich bewerten, man sollte nur auch den Schneid haben, diesen Anlass beim Namen zu nennen und nicht einen &quot;dringenden Bedarf&quot; der Truppe vor Ort konstruieren, deren Dienstfreude davon abhängt, ob sie die Vorleine vom Poller auf der &quot;Gorch-Fock-Mole&quot; oder vom Poller auf der Tirpitzmole loswirft. 
Im übrigen hatten die lokalen Tonangeber in der veröffentlichten Meinung bereits das  Hindenburgufer als Zufahrtstr. zum Marinestützpunkt in Kiellinie umbenannt, da konnte es auch nur eine Frage der Zeit sein, wann die nächste &quot;Bastion&quot; aufs Korn genommen würde.
Die Marineführung hat in dieser aufgeladenen Situation in der heutigen Zeit überhaupt keine andere Chance, als diesem Zeitgeist nachzugeben, wenn Sie sich nicht einem Sturm von Eingaben und öffentlich gesteuerten Diskussionen zerreiben lassen will, die ihr aus anderen Vorgängen noch in bester Erinnerung sein dürften. Dazu in einer Zeit in der es wahrlich wichtigere Entscheidungen für die Marine gibt. 
Insofern unterstütze ich die Feststellung von VAdm Brinkmann, diese geforderte Entscheidung &quot;mit Geduld und Gelassenheit &quot; und nicht mit Gezeter über die Bühne zu bringen, ebenso stimme ich den Ausführungen von Prof Jenisch zu, der sich fragt, warum in der krisengeschüttelten Lage des Jahres 2021 nun ein so dringender Bedarf der Namensänderung vorliegen solle.
Schwierig wird es auch, wenn man die bisherigen Namensgeber einem -  in den Geschichtswissenschaften zumindest nicht unkritischen - Verfahren der &quot;ex post Betrachtung / Bewertung&quot; unterzieht, d.h. ihr Wirken und Handeln zu ihrer Zeit  und die daraus abgeleitete Berechtigung zur ehrenhaften Namensgebung zweier Molen an den Grundsätzen unserer heutigen freiheitlich demokratischen Grundordnung misst. Kein Zweifel, ein Gorch Fock oder Oskar Kusch schneiden in der wertenden direkten Gegenüberstellung zu Tirpitz und Scheer  aus unserer heutigen Sicht bestimmt besser ab. Ihre Namen kamen ja aber erst ins Spiel, nachdem man die Vorgänger vom Sockel gestoßen hatte.
Aber zurück zu der Gelassenheit, die wahrlich geboten erscheint. Man sollte die neuen Namen zumindest mit dem Hinweis auf die alten Bezeichnungen versehen und damit all denen, die jetzt dagegen opponieren die Erinnerung an Ereignisse ermöglichen, die  in den 65 Jahren der Nachkriegsgeschichte unserer Marine sich an diesen Molen abgespielt. 
Als Anknüpfung auf den Hinweis von Wilhelmshaven durch Andreas Uhl: Zum großen Glück war die Marineführung der frühen  60er Jahre schon besonders weitsichtig, in dem sie die Hauptliegeplätze im Marinestützpunkt Wilhelmshaven mit den unkritischen Bezeichnungen &quot;West- und Ostmole&quot; versehen hat! Aber warten wir es ab, auch hier hat der &quot;wind of change&quot; für die gesamte Liegenschaft sich noch nicht gelegt! 
Das Deutsche Marinemuseum würde die alten Schilder gerne in sein Archiv als Zeit - Zeugnisse übernehmen, die späteren Besuchern die Vorgänge und Diskussionen um die Neufassung des Traditionserlasses erlebbar werden lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die o.a. Einleitung in die Thematik und offizielle Bw-Begründung macht für mich eindeutig klar, dass es sich bei der diskutierten Umbenennung der Molen im Kieler Marinestützpunkt um eine Entscheidung entlang des &#8222;Main stream&#8220; oder auch des &#8222;Zeitgeistes&#8220; handelt. Man muss nur der aufgezeigten Linie folgen: KSK &#8211; Pfullendorf &#8211; Illkirch &#8211; Fall Franco A &#8211; darauf die Überprüfung der Liegenschaften der Bw auf Weisung der Frau Minister und siehe da&#8230;. plötzlich liegen Tirpitz und Scheer als Namensgeber auf der vermeintlich gleichen Linie des Nährbodens rechtsgerichteter und verfassungsfeindlicher Umtriebe in der Bundeswehr??  Dabei möchte ich diese Entscheidung  gar nicht abträglich bewerten, man sollte nur auch den Schneid haben, diesen Anlass beim Namen zu nennen und nicht einen &#8222;dringenden Bedarf&#8220; der Truppe vor Ort konstruieren, deren Dienstfreude davon abhängt, ob sie die Vorleine vom Poller auf der &#8222;Gorch-Fock-Mole&#8220; oder vom Poller auf der Tirpitzmole loswirft.<br />
Im übrigen hatten die lokalen Tonangeber in der veröffentlichten Meinung bereits das  Hindenburgufer als Zufahrtstr. zum Marinestützpunkt in Kiellinie umbenannt, da konnte es auch nur eine Frage der Zeit sein, wann die nächste &#8222;Bastion&#8220; aufs Korn genommen würde.<br />
Die Marineführung hat in dieser aufgeladenen Situation in der heutigen Zeit überhaupt keine andere Chance, als diesem Zeitgeist nachzugeben, wenn Sie sich nicht einem Sturm von Eingaben und öffentlich gesteuerten Diskussionen zerreiben lassen will, die ihr aus anderen Vorgängen noch in bester Erinnerung sein dürften. Dazu in einer Zeit in der es wahrlich wichtigere Entscheidungen für die Marine gibt.<br />
Insofern unterstütze ich die Feststellung von VAdm Brinkmann, diese geforderte Entscheidung &#8222;mit Geduld und Gelassenheit &#8220; und nicht mit Gezeter über die Bühne zu bringen, ebenso stimme ich den Ausführungen von Prof Jenisch zu, der sich fragt, warum in der krisengeschüttelten Lage des Jahres 2021 nun ein so dringender Bedarf der Namensänderung vorliegen solle.<br />
Schwierig wird es auch, wenn man die bisherigen Namensgeber einem &#8211;  in den Geschichtswissenschaften zumindest nicht unkritischen &#8211; Verfahren der &#8222;ex post Betrachtung / Bewertung&#8220; unterzieht, d.h. ihr Wirken und Handeln zu ihrer Zeit  und die daraus abgeleitete Berechtigung zur ehrenhaften Namensgebung zweier Molen an den Grundsätzen unserer heutigen freiheitlich demokratischen Grundordnung misst. Kein Zweifel, ein Gorch Fock oder Oskar Kusch schneiden in der wertenden direkten Gegenüberstellung zu Tirpitz und Scheer  aus unserer heutigen Sicht bestimmt besser ab. Ihre Namen kamen ja aber erst ins Spiel, nachdem man die Vorgänger vom Sockel gestoßen hatte.<br />
Aber zurück zu der Gelassenheit, die wahrlich geboten erscheint. Man sollte die neuen Namen zumindest mit dem Hinweis auf die alten Bezeichnungen versehen und damit all denen, die jetzt dagegen opponieren die Erinnerung an Ereignisse ermöglichen, die  in den 65 Jahren der Nachkriegsgeschichte unserer Marine sich an diesen Molen abgespielt.<br />
Als Anknüpfung auf den Hinweis von Wilhelmshaven durch Andreas Uhl: Zum großen Glück war die Marineführung der frühen  60er Jahre schon besonders weitsichtig, in dem sie die Hauptliegeplätze im Marinestützpunkt Wilhelmshaven mit den unkritischen Bezeichnungen &#8222;West- und Ostmole&#8220; versehen hat! Aber warten wir es ab, auch hier hat der &#8222;wind of change&#8220; für die gesamte Liegenschaft sich noch nicht gelegt!<br />
Das Deutsche Marinemuseum würde die alten Schilder gerne in sein Archiv als Zeit &#8211; Zeugnisse übernehmen, die späteren Besuchern die Vorgänge und Diskussionen um die Neufassung des Traditionserlasses erlebbar werden lassen.</p>
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		<title>
		By: Gerald Immens		</title>
		<link>https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/en/the-emperors-admirals-barracks-naming-navy-2/#comment-410</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gerald Immens]]></dc:creator>
		<pubdate>Sun, 16 May 2021 16:41:40 +0000</pubdate>
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					<description><![CDATA[Sehr gerne weise ich in diesem Zusammenhang auf eine interessante Live-Sendung des &quot;Nautischen Vereins zu Kiel&quot; am 26. Mai 2021 um 18.00 Uhr hin. Nähere Informationen finden Sie hier:
https://nautischer-verein-kiel.de/de/terminkalender.html

Gerald Immens]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr gerne weise ich in diesem Zusammenhang auf eine interessante Live-Sendung des &#8222;Nautischen Vereins zu Kiel&#8220; am 26. Mai 2021 um 18.00 Uhr hin. Nähere Informationen finden Sie hier:<br />
<a href="https://nautischer-verein-kiel.de/de/terminkalender.html" rel="nofollow ugc">https://nautischer-verein-kiel.de/de/terminkalender.html</a></p>
<p>Gerald Immens</p>
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		<item>
		<title>
		By: Andreas Uhl, Virginia Beach		</title>
		<link>https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/en/the-emperors-admirals-barracks-naming-navy-2/#comment-405</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Uhl, Virginia Beach]]></dc:creator>
		<pubdate>Wed, 12 May 2021 20:08:33 +0000</pubdate>
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					<description><![CDATA[Ich bin seit fast 37 Jahren bei der Marine, aber ich habe immer über &quot;die Wik&quot; gesprochen, noch nie &quot;Tirpitzhafen&quot; gesagt. Als ich auf Mölders fuhr, lag die entweder an der &quot;Außenmole&quot; oder am &quot;Tabakschuppen&quot;.  Wohlgemerkt, das geschah nicht aus Absicht oder gar &quot;political correctness&quot; (gibt es dafür eigentlich eine deutsche Übersetzung ?), es war - gefühlt - schon immer &quot;maritime Umgangssprache&quot;. Übrigens anders als in Flensburg, wo wir tatsächlich an der &quot;Blücherbrücke&quot; lagen. Hier gab es bis zum vergangenen Jahr einen jährlichen &quot;Treffpunkt Blücherbrücke&quot;. Mitnichten wollten wir dadurch den Helden der Befreiungskriege in Europa ehren, wohl aber unsere eigene (sehr demokratische) Vergangenheit im 1. Minensuchgeschwader.

Das Thema der &quot;Benamsung&quot; wurde nach meinem Gefühl erst nach einem Regierungswechsel 1998 virulent, als plötzlich Zweifel an der Gesinnung eines Generalfeldmarschall Rommel aufkamen - sehr zum Protest seiner damaligen britischen Gegner übrigens, die dadurch ihr eigenes Leiden entehrt fühlten, hatten sie doch jetzt nicht mehr gegen den tapferen Helden und &quot;Wüstenfuchs&quot;, sondern gegen einen erklärten Nazi-Verbrecher ihre Schlachten verloren. Wir haben daraufhin den jüngeren und moderneren von drei Zerstörern zuerst außer Dienst gestellt - hoffentlich vorrangig aus wirtschaftlich-technischen Überlegungen.

Ich erlebe derzeit hier in den USA, wie tief sich die Spaltung zwischen Nord und Süd auch 165 Jahre nach dem Bürgerkrieg noch immer darstellt. War die Rebell-Flag bis dato (belächelter) Ausdruck einer gewissen &quot;Southern Identity&quot; (es spricht der Bayer !) und Lebensart (&quot;Redneck&quot;), so steht sie nunmehr für Revanchismus, Rassismus und &quot;Hateress&quot; (in etwa &quot;Hasskultur&quot;). General Lee ist nicht länger ein tapferer Kriegsheld und gewiefter Stratege, er ist jetzt Sinnbild für Rassismus und Spaltung. Die in allen Städten des Südens auf zentralen Plätzen stehenden Statuen von Lee, Jackson und Konsorten sind entweder bereits entfernt, vollgeschmiert oder stehen in Holzkästen versteckt. Nur wenige &quot;konservative Kräfte&quot; kämpfen vor den Gerichten um deren Erhalt. 

Geschichte lebt ! Und entwickelt sich. Und für den Erhalt der historischen Erinnerung an des Kaiser&#039;s Admirale haben wir das Deutsche Marinemuseum in Wilhelmshaven. - Moment mal: Wenn die Marine des Kaiser&#039;s Admirale aus ihren Stützpunkten verbannt, müsste sie dann nicht folgerichtig ihren größten Stützpunkt aus des Kaiser&#039;s eigener Stadt verbannen ?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin seit fast 37 Jahren bei der Marine, aber ich habe immer über &#8222;die Wik&#8220; gesprochen, noch nie &#8222;Tirpitzhafen&#8220; gesagt. Als ich auf Mölders fuhr, lag die entweder an der &#8222;Außenmole&#8220; oder am &#8222;Tabakschuppen&#8220;.  Wohlgemerkt, das geschah nicht aus Absicht oder gar &#8222;political correctness&#8220; (gibt es dafür eigentlich eine deutsche Übersetzung ?), es war &#8211; gefühlt &#8211; schon immer &#8222;maritime Umgangssprache&#8220;. Übrigens anders als in Flensburg, wo wir tatsächlich an der &#8222;Blücherbrücke&#8220; lagen. Hier gab es bis zum vergangenen Jahr einen jährlichen &#8222;Treffpunkt Blücherbrücke&#8220;. Mitnichten wollten wir dadurch den Helden der Befreiungskriege in Europa ehren, wohl aber unsere eigene (sehr demokratische) Vergangenheit im 1. Minensuchgeschwader.</p>
<p>Das Thema der &#8222;Benamsung&#8220; wurde nach meinem Gefühl erst nach einem Regierungswechsel 1998 virulent, als plötzlich Zweifel an der Gesinnung eines Generalfeldmarschall Rommel aufkamen &#8211; sehr zum Protest seiner damaligen britischen Gegner übrigens, die dadurch ihr eigenes Leiden entehrt fühlten, hatten sie doch jetzt nicht mehr gegen den tapferen Helden und &#8222;Wüstenfuchs&#8220;, sondern gegen einen erklärten Nazi-Verbrecher ihre Schlachten verloren. Wir haben daraufhin den jüngeren und moderneren von drei Zerstörern zuerst außer Dienst gestellt &#8211; hoffentlich vorrangig aus wirtschaftlich-technischen Überlegungen.</p>
<p>Ich erlebe derzeit hier in den USA, wie tief sich die Spaltung zwischen Nord und Süd auch 165 Jahre nach dem Bürgerkrieg noch immer darstellt. War die Rebell-Flag bis dato (belächelter) Ausdruck einer gewissen &#8222;Southern Identity&#8220; (es spricht der Bayer !) und Lebensart (&#8222;Redneck&#8220;), so steht sie nunmehr für Revanchismus, Rassismus und &#8222;Hateress&#8220; (in etwa &#8222;Hasskultur&#8220;). General Lee ist nicht länger ein tapferer Kriegsheld und gewiefter Stratege, er ist jetzt Sinnbild für Rassismus und Spaltung. Die in allen Städten des Südens auf zentralen Plätzen stehenden Statuen von Lee, Jackson und Konsorten sind entweder bereits entfernt, vollgeschmiert oder stehen in Holzkästen versteckt. Nur wenige &#8222;konservative Kräfte&#8220; kämpfen vor den Gerichten um deren Erhalt. </p>
<p>Geschichte lebt ! Und entwickelt sich. Und für den Erhalt der historischen Erinnerung an des Kaiser&#8217;s Admirale haben wir das Deutsche Marinemuseum in Wilhelmshaven. &#8211; Moment mal: Wenn die Marine des Kaiser&#8217;s Admirale aus ihren Stützpunkten verbannt, müsste sie dann nicht folgerichtig ihren größten Stützpunkt aus des Kaiser&#8217;s eigener Stadt verbannen ?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		By: Heinz Dieter Jopp		</title>
		<link>https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/en/the-emperors-admirals-barracks-naming-navy-2/#comment-404</link>

		<dc:creator><![CDATA[Heinz Dieter Jopp]]></dc:creator>
		<pubdate>Wed, 12 May 2021 19:03:38 +0000</pubdate>
		<guid ispermalink="false">https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/?p=10760#comment-404</guid>

					<description><![CDATA[Eher als kleine Ergänzung zum Thema Oskar Kusch meine Besprechung einer englischsprachigen Ausgabe beim USNI :

U-Boat Commander Oskar Kusch. Anatomy of a Nazi-Era Betrayal and Judical Murder
Eric C. Rust, U.S. Naval Institute Press, 15. September 2020, 384 S., $ 45,00
25 Jahre nach Heinrich Walles Buch „Die Tragödie des Oberleutnant zur See Oskar Kusch“, das in seiner Bewertung gerade unter ehemaligen Angehörigen der Kriegsmarine einen Sturm der Entrüstung hervorrief, erscheint dieses Buch von Rust in der Serie „Studies in Naval History and Sea Power“ des USNI in Annapolis. Bereits im Buchtitel wird seine Bewertung der Ereignisse um Kusch im Zweiten Weltkrieg und insbesondere nach dem Krieg deutlich. Er bezieht sich dabei immer wieder auf Walle, der zu den Vorgängen ein Standardwerk verfasst habe. 
Rust, geboren in Lübeck, diente in der Bundesmarine und nahm 1971 ein Studium in Kiel auf. Er promovierte an der University of Texas in Austin und hat seit 1984 einen Lehrstuhl für Geschichte an der Baylor University in Waco, Texas inne. Schwerpunkt seiner Forschung ist deutsche Marinegeschichte und insbesondere U-Boot Kriegführung.
Rust schildert in acht Kapiteln Lorient als deutschen U-Boot Stützpunkt, den Werdegang Kusch zum U-Bootskommandanten, den Werdegang des IWO von U-154. Abel, dem späteren Denunzianten, die 1. und 2. Feindfahrt von U-154, die Denunziation Kuschs durch Abel, das Untersuchungs- und Gerichtsverfahren sowie die 106 tägige Wartezeit Kuschs auf seine Hinrichtung.
In Kapitel 9 verknüpft Rust die Skizzen in Kuschs Tagebuch über seine bevorstehende Hinrichtung mit dem Bild von Francisco de Goya – Die Erschießung der Aufständischen vom 3. Mai 1814 – im Prado von Madrid: einer schreienden Anklage gegen die Gewalt. Das Kapitel schließt mit der Exekution am 12. Mai 1944.
Im Folgekapitel greift Rust die Erkenntnisse von Walle über das Unrechtssystem der Nazi-Zeit und der Vertuschungsversuche seiner Juristen nach Kriegsende und in den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland auf. Dieses Vertuschungssystem wirkte fort bis in die 70er Jahre.
Rust schließt seine Betrachtungen ab mit Hinweis auf etwa 33000 Hinrichtungen von Soldaten in der Nazi Zeit. Mehr als die von Walle bejahte Frage nach einer Zugehörigkeit zu einer breiteren Bewegung des Widerstands bewegt Rust die Frage, was das heutige Offizierkorps der Bundeswehr aus  den Ereignissen um Kusch lernen könne.  
Da Walles Buch vergriffen ist und nicht neu aufgelegt wird, kann dieses Buch von Rust nur aufs Wärmste empfohlen werden. Kusch, ein rechtlich erst spät rehabilitierter Marineoffizier, hat seinen Platz im Traditionsverständnis der Bundeswehr gefunden.



Heinz Dieter Jopp						Barmstedt, im September 2020]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eher als kleine Ergänzung zum Thema Oskar Kusch meine Besprechung einer englischsprachigen Ausgabe beim USNI :</p>
<p>U-Boat Commander Oskar Kusch. Anatomy of a Nazi-Era Betrayal and Judical Murder<br />
Eric C. Rust, U.S. Naval Institute Press, 15. September 2020, 384 S., $ 45,00<br />
25 Jahre nach Heinrich Walles Buch „Die Tragödie des Oberleutnant zur See Oskar Kusch“, das in seiner Bewertung gerade unter ehemaligen Angehörigen der Kriegsmarine einen Sturm der Entrüstung hervorrief, erscheint dieses Buch von Rust in der Serie „Studies in Naval History and Sea Power“ des USNI in Annapolis. Bereits im Buchtitel wird seine Bewertung der Ereignisse um Kusch im Zweiten Weltkrieg und insbesondere nach dem Krieg deutlich. Er bezieht sich dabei immer wieder auf Walle, der zu den Vorgängen ein Standardwerk verfasst habe.<br />
Rust, geboren in Lübeck, diente in der Bundesmarine und nahm 1971 ein Studium in Kiel auf. Er promovierte an der University of Texas in Austin und hat seit 1984 einen Lehrstuhl für Geschichte an der Baylor University in Waco, Texas inne. Schwerpunkt seiner Forschung ist deutsche Marinegeschichte und insbesondere U-Boot Kriegführung.<br />
Rust schildert in acht Kapiteln Lorient als deutschen U-Boot Stützpunkt, den Werdegang Kusch zum U-Bootskommandanten, den Werdegang des IWO von U-154. Abel, dem späteren Denunzianten, die 1. und 2. Feindfahrt von U-154, die Denunziation Kuschs durch Abel, das Untersuchungs- und Gerichtsverfahren sowie die 106 tägige Wartezeit Kuschs auf seine Hinrichtung.<br />
In Kapitel 9 verknüpft Rust die Skizzen in Kuschs Tagebuch über seine bevorstehende Hinrichtung mit dem Bild von Francisco de Goya – Die Erschießung der Aufständischen vom 3. Mai 1814 – im Prado von Madrid: einer schreienden Anklage gegen die Gewalt. Das Kapitel schließt mit der Exekution am 12. Mai 1944.<br />
Im Folgekapitel greift Rust die Erkenntnisse von Walle über das Unrechtssystem der Nazi-Zeit und der Vertuschungsversuche seiner Juristen nach Kriegsende und in den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland auf. Dieses Vertuschungssystem wirkte fort bis in die 70er Jahre.<br />
Rust schließt seine Betrachtungen ab mit Hinweis auf etwa 33000 Hinrichtungen von Soldaten in der Nazi Zeit. Mehr als die von Walle bejahte Frage nach einer Zugehörigkeit zu einer breiteren Bewegung des Widerstands bewegt Rust die Frage, was das heutige Offizierkorps der Bundeswehr aus  den Ereignissen um Kusch lernen könne.<br />
Da Walles Buch vergriffen ist und nicht neu aufgelegt wird, kann dieses Buch von Rust nur aufs Wärmste empfohlen werden. Kusch, ein rechtlich erst spät rehabilitierter Marineoffizier, hat seinen Platz im Traditionsverständnis der Bundeswehr gefunden.</p>
<p>Heinz Dieter Jopp						Barmstedt, im September 2020</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		By: Dr Sebastian Bruns		</title>
		<link>https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/en/the-emperors-admirals-barracks-naming-navy-2/#comment-403</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dr. Sebastian Bruns]]></dc:creator>
		<pubdate>Wed, 12 May 2021 15:07:10 +0000</pubdate>
		<guid ispermalink="false">https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/?p=10760#comment-403</guid>

					<description><![CDATA[Ich begrüße die Umbenennung. Sie ist richtig und kommt - eingedenk der Mitzeichnungslinien - eben zum jetzigen Zeitpunkt. Früher, die Marine hätte sich wohl den Vorwurf des Zeitgeistfähnchens im Wind eingehandelt. Später, der #Aufschrei wäre ähnlich gewesen wie aus gewissen Kreisen jetzt vernehmbar. Im Übrigen lässt sich der Eindruck nicht vermeiden, dass die lautesten Stimmen in der Debatte eine gewisse Seniorität auszeichnet. Dies lässt den Schluss zu, dass die Umbenennung in Kreisen der aktiven Marine und damit bei den jüngeren Generationen im besten Fall unstrittig ist. Im schlechten Fall beduetet es allerdings, dass Tradition dort gar nicht diskutiert und gelebt wird - und damit diese hier vorgetragenen Abwägungen bedauerlicherweise eine abgehobene Elitendiskussion wären.

Es stimmt schon, dass die Benennung nach Tirpitz und Scheer seit Jahrzehnten relativ unstrittig war. Beim Einlaufen in den Kieler Stützpunkt waren aber vermutlich ohnehin die Aussicht auf Landgang/Heimkehr, auf Kieler Woche und auf Kameradschaft wesentlicher als das Nachdenken über den Namen der Molenköpfe. Auch die Kielerinnen und Kieler haben kaum an der Benamsung Anstoß genommen; vielleicht auch, weil sie ein Dominoeffekt fürchteten, der zur Überprüfung zahlreicher Straßennamen in der Landeshauptstadt führen würde? Ich bekenne freimütig, dass ich über den Namen kaum gestolpert bin, allerdings aus dem einfachen Grund, dass ich ihn nie verwendete. 

Meiner Meinung nach ist &quot;lebenslanges Lernen&quot; nicht zur erlaubt, sondern geboten. Immerhin wird in der Deutschen Marine ja auch kein Schiff mehr als &quot;Rommel&quot;, &quot;Lütjens&quot; oder &quot;Mölders&quot; zur See fahren. Es geht ja auch nicht um das mutwillige Streichen von Geschichte. Wir müssen uns kritisch mit ihr auseinandersetzen und können nur daran zeigen, wie sich unsere Gesellschaft verändert. Daher ist es zwar begrüßenswert, dass das Deutsche Marinemuseum Wilhelmshaven Zugriff auf die Hinweisschilder auf Tirpitz- und Scheermole angemeldet hat. Im Depot an der Nordsee sind sie gut aufgehoben, sinnvoller und wünschenswert wäre aber die aktive Auseinandersetzung vor Ort an der Kieler Förde. Hier wäre die selbsternannte Sailing City Kiel mal gefordert, ihr eigentümliches Fremdeln mit ihrer Geschichte und heutigen Rolle als Marinestadt zu überwinden. Vom Hinweis unterhalb des Bahnhofsschilds in Kiel Hbf über ein echtes maritimes Museum, in dem die Marine nicht nur verschämt am Rande präsentiert wird, über einen maritimen Erlebnispfad, der die wesentlichen Punkte maritimer Geschichte von Holtenau bis Laboe verknüpft und erlebbar macht, bis hin zu regelmäßigen wissenschaftlichen Veranstaltungen zu Marine-Geschichte und Gesellschaft liegen viele Vorschläge in der Schublade. 

Geschichte und Tradition ist, was wir - die maritime Community - daraus machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich begrüße die Umbenennung. Sie ist richtig und kommt &#8211; eingedenk der Mitzeichnungslinien &#8211; eben zum jetzigen Zeitpunkt. Früher, die Marine hätte sich wohl den Vorwurf des Zeitgeistfähnchens im Wind eingehandelt. Später, der #Aufschrei wäre ähnlich gewesen wie aus gewissen Kreisen jetzt vernehmbar. Im Übrigen lässt sich der Eindruck nicht vermeiden, dass die lautesten Stimmen in der Debatte eine gewisse Seniorität auszeichnet. Dies lässt den Schluss zu, dass die Umbenennung in Kreisen der aktiven Marine und damit bei den jüngeren Generationen im besten Fall unstrittig ist. Im schlechten Fall beduetet es allerdings, dass Tradition dort gar nicht diskutiert und gelebt wird &#8211; und damit diese hier vorgetragenen Abwägungen bedauerlicherweise eine abgehobene Elitendiskussion wären.</p>
<p>Es stimmt schon, dass die Benennung nach Tirpitz und Scheer seit Jahrzehnten relativ unstrittig war. Beim Einlaufen in den Kieler Stützpunkt waren aber vermutlich ohnehin die Aussicht auf Landgang/Heimkehr, auf Kieler Woche und auf Kameradschaft wesentlicher als das Nachdenken über den Namen der Molenköpfe. Auch die Kielerinnen und Kieler haben kaum an der Benamsung Anstoß genommen; vielleicht auch, weil sie ein Dominoeffekt fürchteten, der zur Überprüfung zahlreicher Straßennamen in der Landeshauptstadt führen würde? Ich bekenne freimütig, dass ich über den Namen kaum gestolpert bin, allerdings aus dem einfachen Grund, dass ich ihn nie verwendete. </p>
<p>Meiner Meinung nach ist &#8222;lebenslanges Lernen&#8220; nicht zur erlaubt, sondern geboten. Immerhin wird in der Deutschen Marine ja auch kein Schiff mehr als &#8222;Rommel&#8220;, &#8222;Lütjens&#8220; oder &#8222;Mölders&#8220; zur See fahren. Es geht ja auch nicht um das mutwillige Streichen von Geschichte. Wir müssen uns kritisch mit ihr auseinandersetzen und können nur daran zeigen, wie sich unsere Gesellschaft verändert. Daher ist es zwar begrüßenswert, dass das Deutsche Marinemuseum Wilhelmshaven Zugriff auf die Hinweisschilder auf Tirpitz- und Scheermole angemeldet hat. Im Depot an der Nordsee sind sie gut aufgehoben, sinnvoller und wünschenswert wäre aber die aktive Auseinandersetzung vor Ort an der Kieler Förde. Hier wäre die selbsternannte Sailing City Kiel mal gefordert, ihr eigentümliches Fremdeln mit ihrer Geschichte und heutigen Rolle als Marinestadt zu überwinden. Vom Hinweis unterhalb des Bahnhofsschilds in Kiel Hbf über ein echtes maritimes Museum, in dem die Marine nicht nur verschämt am Rande präsentiert wird, über einen maritimen Erlebnispfad, der die wesentlichen Punkte maritimer Geschichte von Holtenau bis Laboe verknüpft und erlebbar macht, bis hin zu regelmäßigen wissenschaftlichen Veranstaltungen zu Marine-Geschichte und Gesellschaft liegen viele Vorschläge in der Schublade. </p>
<p>Geschichte und Tradition ist, was wir &#8211; die maritime Community &#8211; daraus machen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		By: Dieter Hartwig		</title>
		<link>https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/en/the-emperors-admirals-barracks-naming-navy-2/#comment-402</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Hartwig]]></dc:creator>
		<pubdate>Wed, 12 May 2021 12:13:17 +0000</pubdate>
		<guid ispermalink="false">https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/?p=10760#comment-402</guid>

					<description><![CDATA[Da mein LB an die KN hier schon abgedruckt ist, kann ich es bei meiner Anerkennung (!!) für diese MF-Initiative belassen! 
Dieter Hartwig]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da mein LB an die KN hier schon abgedruckt ist, kann ich es bei meiner Anerkennung (!!) für diese MF-Initiative belassen!<br />
Dieter Hartwig</p>
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