<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Fregatte F124 – eine Zäsur	</title>
	<atom:link href="https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/fregatte-f124-eine-zaesur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/fregatte-f124-eine-zaesur/</link>
	<description>marineforum</description>
	<lastBuildDate>Sun, 10 Aug 2025 18:14:40 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>
		Von: Torge Milthaler		</title>
		<link>https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/fregatte-f124-eine-zaesur/#comment-2318</link>

		<dc:creator><![CDATA[Torge Milthaler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Aug 2025 18:14:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://cbmaritim.46181.onlineshophosting.de/?p=47699#comment-2318</guid>

					<description><![CDATA[Ein wirklich guter Artikel, der der Fregatte Klasse 124 und ihrer komplexen Geschichte gerecht wird. Er erinnert uns eindrucksvoll daran, was für ein gewaltiger technologischer Sprung die „Sachsen“-Klasse bei ihrer Indienststellung vor 20 Jahren war.

Man kann es nicht genug betonen: Diese Schiffe waren ihrer Zeit voraus. Als einzige Kriegsschiffe der westlichen Welt verfügten sie damals über ein 3-Lagen-System von Flugabwehrraketen (SM-2, ESSM, RAM) und waren damit für die Verbandsflugabwehr, ihre Hauptaufgabe, exzellent gerüstet. Die Kombination aus dem Weitbereichsradar SMART-L und dem Phased-Array-Radar APAR war eine Meisterleistung, die auch im Rahmen der erfolgreichen Kooperation mit den Niederlanden Früchte trug. Die F124 war nicht nur ein Schiff, sie war eine Aussage deutscher Verteidigungsfähigkeit.

Der Artikel beleuchtet ausgezeichnet die schwierige, aber letztlich pragmatische und verantwortungsvolle Entscheidung des Inspekteurs der Marine, die Verfügbarkeit der Einheiten in See über ein mittlerweile hochriskantes Modernisierungsprojekt zu stellen. Dies zeugt von einer klaren Prioritätensetzung zugunsten der Bündnisverteidigung. Es ist ein Verdienst der ursprünglichen Konstruktion und der kontinuierlichen Pflege, dass der gute Zustand der schiffsbetriebstechnischen Anlagen eine solche Verlängerung überhaupt ermöglicht.

Gerade der letzte Absatz des Artikels bringt es auf den Punkt: Trotz der bekannten Einschränkungen bleiben die drei Fregatten der Klasse F124 bis zum Zulauf der F127 die „kampfstärksten Einheiten“ und damit ein „unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Flotte“.

Ein großes Lob gebührt daher nicht nur den Planern von damals, sondern vor allem den Besatzungen, die diese komplexen Schiffe seit zwei Jahrzehnten mit höchster Professionalität betreiben. Die F124 ist ein beeindruckendes Stück deutscher Marinegeschichte, das auch heute noch einen unverzichtbaren Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung leistet. Ein hervorragender Artikel über ein bemerkenswertes Schiff.




Die Diskussion um die Zukunft der deutschen Marine, insbesondere nach den Erfahrungen mit der F124-Modernisierung und dem F126-Projekt, wozu ich bereits einen eigenen Kommentar getätigt habe, führt uns unweigerlich zur nächsten Generation von Überwasserkampfschiffen: der Fregatte F127. Parallel dazu entstehen Konzepte wie das des Large Remote Missile Vessel (LRMV), welche bisher hypothetischer Natur sind.


Die F127: Das zukünftige Rückgrat und strategische Zentrum
Die Fregatte F127 ist als das zentrale, bemannte Rückgrat der zukünftigen Flotte vorgesehen. Als Nachfolger der spezialisierten F124-Luftverteidigungsfregatten wird sie für eine Fregatte eine schwere, hochkomplexe Plattform sein, die darauf ausgelegt ist, einen Schiffsverband, im Speziellen die LRMV zu führen und vor Bedrohungen aus der Luft zu schützen. Man kann davon ausgehen, dass sie mit modernster Sensorik, fortschrittlichen Führungssystemen und einer verwendbaren Waffenlast ausgestattet wird.

Ihre Stärke – die Konzentration von hoch entwickelter Technologie, Kampfkraft und einer fähigen Besatzung in einem einzigen Rumpf – ist gleichzeitig ihre Achillesferse. Als sogenanntes &quot;High-Value Asset&quot; wäre sie im Ernstfall ein primäres Ziel für jeden Gegner. Die Herausforderung besteht also darin, ihre überragenden Fähigkeiten optimal zu nutzen und gleichzeitig ihre Verwundbarkeit zu minimieren, um deren Besatzung zu schützen.

Das LRMV: Ein hypothetisches Konzept als neuen Lösungsansatz
Hier kommt die bisher hypothetische Idee des LRMV ins Spiel. Es ist entscheidend zu verstehen, dass dies kein finales Projekt ist, sondern ein Denkmodell von mir, das zeigt, wie man den Herausforderungen der Zukunft begegnen könnte. Sollte ein solches Konzept verfolgt werden, würde es die Rolle der F127 fundamental gestärkt.

Das LRMV-Konzept, fungiert als Force Multiplier (Kraftmultiplikator) und Risikoverteiler:

Verteilte Kampfkraft (Distributed Lethality): Die Kernidee ist, dass die F127 nicht mehr alleine kämpfen muss. Sie würde als Gehirn und Kommandozentrale eines kleinen Verbandes agieren und eine oder mehrere LRMVs als ihre externen Waffen- und Sensorplattformen steuern. Ein Gegner müsste nicht mehr nur ein hoch verteidigtes Ziel bekämpfen, sondern ein verteiltes, schwer zu fassendes System, welches sich jedes Einzelne dem Gegner teuerst verkaufen würde.


Skalierbare und flexible Bewaffnung: 
Das hypothetische LRMV könnte je nach Mission mit einer Vielzahl von Waffensystemen ausgestattet werden.

Die Idee von modularen austauschbaren VLS-Blöcke aus 32 Zellen würde es ermöglichen, die Anzahl der Lenkflugkörper im Verband massiv zu erhöhen, ohne die F127 zu überfrachten.

Kleinere Sockel (M- und L-Sockel) könnten auftragsbedingt mit Systemen zur Nahbereichsverteidigung (z.B. RAM) oder 30 mm (ABM-fähige) Rohrwaffen bestückt werden. Die F127 könnte somit die Waffen eines LRMV auf ein annäherndes Ziel abfeuern, welches sie selbst detektiert hat.


Modulare Missionsfähigkeit: Das Konzept ist extrem flexibel. Durch austauschbare Heckslots Module könnte ein LRMV heute als Plattform für die U-Boot-Jagd (ASW) dienen, zwei Tage später Spezialkräfte mit Kampfbooten absetzen und später kann das Schiff zum simplen Transporter von Standard-Containern genutzt werden. Diese Anpassungsfähigkeit würde der F127 eine operative Flexibilität verleihen, die sie alleine niemals hätte.


Risikominimierung für die Besatzung: Die optional unbemannte oder minimal bemannte Natur des LRMV ist ein entscheidender strategischer Vorteil. Die F127 könnte ein LRMV als vorgeschobenen Sensor in ein Hochrisikogebiet senden, um Aufklärung zu betreiben oder einen ersten Angriff abzufangen, während sie selbst mit ihrer zu schützenden Besatzung in sichererer Entfernung verbleibt.

Fazit:
Auch wenn das LRMV bisher rein hypothetisch ist, zeigt das Konzept doch eine Entwicklungsrichtung auf. Die Zukunft der Seekriegsführung liegt nicht mehr nur in immer größeren und teureren Einzelschiffen, sondern in der intelligenten Vernetzung von bemannten und unbemannten Systemen.

Die F127 wäre in einem solchen Szenario weiterhin das unverzichtbare Herzstück – die Plattform mit den erfahrensten Operateuren, den besten Führungssystemen und der Fähigkeit zur strategischen Entscheidung. Das LRMV-Konzept bietet eine plausible Vision, wie man diese wertvolle Plattform schützt, ihre Reichweite und Wirkung exponentiell vergrößern und ihr ein Maß an Flexibilität verleihen kann, das für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts unerlässlich ist. Es wäre genau diese Art von modernem Denken, die sicherstellt, dass zukünftige Anschaffungen wie die F127 ihr volles Potenzial entfalten können.

Bitte verzeiht mir, dass ich aufgrund des Mangels an Informationen mich bei diesem Kommentar auf das Denkmodell von mir stützen musste, dieses bleibt natürlich bis auf Weiteres nur ein hypothetisches/erdachtes Denkmodell.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wirklich guter Artikel, der der Fregatte Klasse 124 und ihrer komplexen Geschichte gerecht wird. Er erinnert uns eindrucksvoll daran, was für ein gewaltiger technologischer Sprung die „Sachsen“-Klasse bei ihrer Indienststellung vor 20 Jahren war.</p>
<p>Man kann es nicht genug betonen: Diese Schiffe waren ihrer Zeit voraus. Als einzige Kriegsschiffe der westlichen Welt verfügten sie damals über ein 3-Lagen-System von Flugabwehrraketen (SM-2, ESSM, RAM) und waren damit für die Verbandsflugabwehr, ihre Hauptaufgabe, exzellent gerüstet. Die Kombination aus dem Weitbereichsradar SMART-L und dem Phased-Array-Radar APAR war eine Meisterleistung, die auch im Rahmen der erfolgreichen Kooperation mit den Niederlanden Früchte trug. Die F124 war nicht nur ein Schiff, sie war eine Aussage deutscher Verteidigungsfähigkeit.</p>
<p>Der Artikel beleuchtet ausgezeichnet die schwierige, aber letztlich pragmatische und verantwortungsvolle Entscheidung des Inspekteurs der Marine, die Verfügbarkeit der Einheiten in See über ein mittlerweile hochriskantes Modernisierungsprojekt zu stellen. Dies zeugt von einer klaren Prioritätensetzung zugunsten der Bündnisverteidigung. Es ist ein Verdienst der ursprünglichen Konstruktion und der kontinuierlichen Pflege, dass der gute Zustand der schiffsbetriebstechnischen Anlagen eine solche Verlängerung überhaupt ermöglicht.</p>
<p>Gerade der letzte Absatz des Artikels bringt es auf den Punkt: Trotz der bekannten Einschränkungen bleiben die drei Fregatten der Klasse F124 bis zum Zulauf der F127 die „kampfstärksten Einheiten“ und damit ein „unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Flotte“.</p>
<p>Ein großes Lob gebührt daher nicht nur den Planern von damals, sondern vor allem den Besatzungen, die diese komplexen Schiffe seit zwei Jahrzehnten mit höchster Professionalität betreiben. Die F124 ist ein beeindruckendes Stück deutscher Marinegeschichte, das auch heute noch einen unverzichtbaren Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung leistet. Ein hervorragender Artikel über ein bemerkenswertes Schiff.</p>
<p>Die Diskussion um die Zukunft der deutschen Marine, insbesondere nach den Erfahrungen mit der F124-Modernisierung und dem F126-Projekt, wozu ich bereits einen eigenen Kommentar getätigt habe, führt uns unweigerlich zur nächsten Generation von Überwasserkampfschiffen: der Fregatte F127. Parallel dazu entstehen Konzepte wie das des Large Remote Missile Vessel (LRMV), welche bisher hypothetischer Natur sind.</p>
<p>Die F127: Das zukünftige Rückgrat und strategische Zentrum<br />
Die Fregatte F127 ist als das zentrale, bemannte Rückgrat der zukünftigen Flotte vorgesehen. Als Nachfolger der spezialisierten F124-Luftverteidigungsfregatten wird sie für eine Fregatte eine schwere, hochkomplexe Plattform sein, die darauf ausgelegt ist, einen Schiffsverband, im Speziellen die LRMV zu führen und vor Bedrohungen aus der Luft zu schützen. Man kann davon ausgehen, dass sie mit modernster Sensorik, fortschrittlichen Führungssystemen und einer verwendbaren Waffenlast ausgestattet wird.</p>
<p>Ihre Stärke – die Konzentration von hoch entwickelter Technologie, Kampfkraft und einer fähigen Besatzung in einem einzigen Rumpf – ist gleichzeitig ihre Achillesferse. Als sogenanntes &#8222;High-Value Asset&#8220; wäre sie im Ernstfall ein primäres Ziel für jeden Gegner. Die Herausforderung besteht also darin, ihre überragenden Fähigkeiten optimal zu nutzen und gleichzeitig ihre Verwundbarkeit zu minimieren, um deren Besatzung zu schützen.</p>
<p>Das LRMV: Ein hypothetisches Konzept als neuen Lösungsansatz<br />
Hier kommt die bisher hypothetische Idee des LRMV ins Spiel. Es ist entscheidend zu verstehen, dass dies kein finales Projekt ist, sondern ein Denkmodell von mir, das zeigt, wie man den Herausforderungen der Zukunft begegnen könnte. Sollte ein solches Konzept verfolgt werden, würde es die Rolle der F127 fundamental gestärkt.</p>
<p>Das LRMV-Konzept, fungiert als Force Multiplier (Kraftmultiplikator) und Risikoverteiler:</p>
<p>Verteilte Kampfkraft (Distributed Lethality): Die Kernidee ist, dass die F127 nicht mehr alleine kämpfen muss. Sie würde als Gehirn und Kommandozentrale eines kleinen Verbandes agieren und eine oder mehrere LRMVs als ihre externen Waffen- und Sensorplattformen steuern. Ein Gegner müsste nicht mehr nur ein hoch verteidigtes Ziel bekämpfen, sondern ein verteiltes, schwer zu fassendes System, welches sich jedes Einzelne dem Gegner teuerst verkaufen würde.</p>
<p>Skalierbare und flexible Bewaffnung:<br />
Das hypothetische LRMV könnte je nach Mission mit einer Vielzahl von Waffensystemen ausgestattet werden.</p>
<p>Die Idee von modularen austauschbaren VLS-Blöcke aus 32 Zellen würde es ermöglichen, die Anzahl der Lenkflugkörper im Verband massiv zu erhöhen, ohne die F127 zu überfrachten.</p>
<p>Kleinere Sockel (M- und L-Sockel) könnten auftragsbedingt mit Systemen zur Nahbereichsverteidigung (z.B. RAM) oder 30 mm (ABM-fähige) Rohrwaffen bestückt werden. Die F127 könnte somit die Waffen eines LRMV auf ein annäherndes Ziel abfeuern, welches sie selbst detektiert hat.</p>
<p>Modulare Missionsfähigkeit: Das Konzept ist extrem flexibel. Durch austauschbare Heckslots Module könnte ein LRMV heute als Plattform für die U-Boot-Jagd (ASW) dienen, zwei Tage später Spezialkräfte mit Kampfbooten absetzen und später kann das Schiff zum simplen Transporter von Standard-Containern genutzt werden. Diese Anpassungsfähigkeit würde der F127 eine operative Flexibilität verleihen, die sie alleine niemals hätte.</p>
<p>Risikominimierung für die Besatzung: Die optional unbemannte oder minimal bemannte Natur des LRMV ist ein entscheidender strategischer Vorteil. Die F127 könnte ein LRMV als vorgeschobenen Sensor in ein Hochrisikogebiet senden, um Aufklärung zu betreiben oder einen ersten Angriff abzufangen, während sie selbst mit ihrer zu schützenden Besatzung in sichererer Entfernung verbleibt.</p>
<p>Fazit:<br />
Auch wenn das LRMV bisher rein hypothetisch ist, zeigt das Konzept doch eine Entwicklungsrichtung auf. Die Zukunft der Seekriegsführung liegt nicht mehr nur in immer größeren und teureren Einzelschiffen, sondern in der intelligenten Vernetzung von bemannten und unbemannten Systemen.</p>
<p>Die F127 wäre in einem solchen Szenario weiterhin das unverzichtbare Herzstück – die Plattform mit den erfahrensten Operateuren, den besten Führungssystemen und der Fähigkeit zur strategischen Entscheidung. Das LRMV-Konzept bietet eine plausible Vision, wie man diese wertvolle Plattform schützt, ihre Reichweite und Wirkung exponentiell vergrößern und ihr ein Maß an Flexibilität verleihen kann, das für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts unerlässlich ist. Es wäre genau diese Art von modernem Denken, die sicherstellt, dass zukünftige Anschaffungen wie die F127 ihr volles Potenzial entfalten können.</p>
<p>Bitte verzeiht mir, dass ich aufgrund des Mangels an Informationen mich bei diesem Kommentar auf das Denkmodell von mir stützen musste, dieses bleibt natürlich bis auf Weiteres nur ein hypothetisches/erdachtes Denkmodell.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
