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	Kommentare zu: Lürssen verkauft Marineschiffbau an Rheinmetall	</title>
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		Von: Torge Milthaler		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torge Milthaler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2025 17:41:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Ankündigung der Übernahme der Lürssen-Marinesparte NVL durch Rheinmetall stellt ein neues Kapitel für die deutsche Verteidigungs- und insbesondere Werften-Industrie dar. Dieser strategische Schritt geht über eine übliche Branchenkonsolidierung hinaus und könnte die Etablierung einer Art Bundessystemhauses für die Marine einleiten. Infolgedessen findet die vom Unternehmenschef Armin Papperger formulierte Vision, Rheinmetall als einen domänenübergreifenden Akteur zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu positionieren, ihre konkrete Umsetzung.

Die Synergien liegen auf der Hand. Rheinmetalls tiefgreifende Expertise in den Bereichen Waffensysteme, Munition, Sensorik und Vernetzung trifft auf die etablierte Fähigkeit zum Bau hochkomplexer Marineschiffe, wie sie NVL, neben ihrem ebenso bedeutsamen Wettbewerber TKMS, repräsentiert. Wo früher die Werft als Generalunternehmer agierte und Systeme von externen Anbietern integrierte, entsteht nun ein Akteur, der potenziell deutlich mehr aus einer Hand liefern kann. Für die Deutsche Marine könnte das eine große Chance sein: schnellere Prozesse, tiefere Systemintegration und hoffentlich eine höhere Verfügbarkeit der Flotte.

Doch mit der neuen Macht kommt auch eine neue Verantwortung. Der Erfolg dieser Übernahme wird sich nicht an der Größe des fusionierten Unternehmens oder den Synergieeffekten in der Bilanz messen lassen, sondern an den Fähigkeiten, die es der Bundeswehr zur Verfügung stellt. Aktuelle Projekte wie die Betriebsstoffversorger oder die Flottendienstboote sind wichtig, aber sie repräsentieren durch die lange Projektlaufzeit mehr die Anforderungen von heute und vielleicht morgen als von übermorgen. Die wahre Bewährungsprobe für den neuen Verbund liegt in der Zukunft.

Und die Zukunft der Seekriegsführung, das zeichnet sich deutlich ab, liegt mehr bei unbemannten und vernetzten Einheiten als bei den traditionellen benannten. Während das „Future Combat Surface System“ (FCSS) bereits in den Startlöchern steht, wozu seit Montag (15.09.25) Opex-Erprobung läuft, richtet sich der strategische Blick nach der F127 auf das übernächste Großprojekt: die Large Remote Missile Vessels (LRMV). Diese unbemannten oder optional bemannten Schiffe sollen als mobile, weitreichende Raketenplattformen die Schlagkraft der bemannten F127 (Luftverteidigung &#038; Maritime Strike) weiter verstärken. Sie sind kein „Nice-to-have“, sondern könnten der langfristige Träger für die Abschreckung und Verteidigung im Bündnis sein.


Genau hier stellt sich die proaktive und gewissermaßen provokante Frage direkt an den Architekten dieses neuen Sterns: Herr Papperger, die Schaffung dieser Verbindung ist ein beeindruckender erster Schritt. Doch die Marine braucht keine weiteren Papiertiger, sie braucht Schiffe und Fähigkeiten. Deshalb die Frage: Wann planen Sie, den Entwurf für die zukunftsweisenden Large Remote Missile Vessels (LRMV) einzureichen, und wann können wir denn mit dem Brennstart für die erste Einheit rechnen?


Die Antwort auf diese Frage kann zeigen, ob die Übernahme von NVL tatsächlich der Startschuss für eine neue Ära oder Kapitel im deutschen Marineschiffbau ist oder ob hier nur ein Champion auf dem Papier geschaffen wurde. Die Zeit drängt, und die Marine muss sich für den Sturm aus Osten wappnen, sowohl für heute (Fight tonight) aus als auch morgen (Fight tomorrow).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ankündigung der Übernahme der Lürssen-Marinesparte NVL durch Rheinmetall stellt ein neues Kapitel für die deutsche Verteidigungs- und insbesondere Werften-Industrie dar. Dieser strategische Schritt geht über eine übliche Branchenkonsolidierung hinaus und könnte die Etablierung einer Art Bundessystemhauses für die Marine einleiten. Infolgedessen findet die vom Unternehmenschef Armin Papperger formulierte Vision, Rheinmetall als einen domänenübergreifenden Akteur zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu positionieren, ihre konkrete Umsetzung.</p>
<p>Die Synergien liegen auf der Hand. Rheinmetalls tiefgreifende Expertise in den Bereichen Waffensysteme, Munition, Sensorik und Vernetzung trifft auf die etablierte Fähigkeit zum Bau hochkomplexer Marineschiffe, wie sie NVL, neben ihrem ebenso bedeutsamen Wettbewerber TKMS, repräsentiert. Wo früher die Werft als Generalunternehmer agierte und Systeme von externen Anbietern integrierte, entsteht nun ein Akteur, der potenziell deutlich mehr aus einer Hand liefern kann. Für die Deutsche Marine könnte das eine große Chance sein: schnellere Prozesse, tiefere Systemintegration und hoffentlich eine höhere Verfügbarkeit der Flotte.</p>
<p>Doch mit der neuen Macht kommt auch eine neue Verantwortung. Der Erfolg dieser Übernahme wird sich nicht an der Größe des fusionierten Unternehmens oder den Synergieeffekten in der Bilanz messen lassen, sondern an den Fähigkeiten, die es der Bundeswehr zur Verfügung stellt. Aktuelle Projekte wie die Betriebsstoffversorger oder die Flottendienstboote sind wichtig, aber sie repräsentieren durch die lange Projektlaufzeit mehr die Anforderungen von heute und vielleicht morgen als von übermorgen. Die wahre Bewährungsprobe für den neuen Verbund liegt in der Zukunft.</p>
<p>Und die Zukunft der Seekriegsführung, das zeichnet sich deutlich ab, liegt mehr bei unbemannten und vernetzten Einheiten als bei den traditionellen benannten. Während das „Future Combat Surface System“ (FCSS) bereits in den Startlöchern steht, wozu seit Montag (15.09.25) Opex-Erprobung läuft, richtet sich der strategische Blick nach der F127 auf das übernächste Großprojekt: die Large Remote Missile Vessels (LRMV). Diese unbemannten oder optional bemannten Schiffe sollen als mobile, weitreichende Raketenplattformen die Schlagkraft der bemannten F127 (Luftverteidigung &amp; Maritime Strike) weiter verstärken. Sie sind kein „Nice-to-have“, sondern könnten der langfristige Träger für die Abschreckung und Verteidigung im Bündnis sein.</p>
<p>Genau hier stellt sich die proaktive und gewissermaßen provokante Frage direkt an den Architekten dieses neuen Sterns: Herr Papperger, die Schaffung dieser Verbindung ist ein beeindruckender erster Schritt. Doch die Marine braucht keine weiteren Papiertiger, sie braucht Schiffe und Fähigkeiten. Deshalb die Frage: Wann planen Sie, den Entwurf für die zukunftsweisenden Large Remote Missile Vessels (LRMV) einzureichen, und wann können wir denn mit dem Brennstart für die erste Einheit rechnen?</p>
<p>Die Antwort auf diese Frage kann zeigen, ob die Übernahme von NVL tatsächlich der Startschuss für eine neue Ära oder Kapitel im deutschen Marineschiffbau ist oder ob hier nur ein Champion auf dem Papier geschaffen wurde. Die Zeit drängt, und die Marine muss sich für den Sturm aus Osten wappnen, sowohl für heute (Fight tonight) aus als auch morgen (Fight tomorrow).</p>
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