Museums, frisch renoviert für die Sonderausstellung zur ‚Evolu- tion des Menschen‘. Nach Max Frischs ‘Der Mensch erscheint im Holozän‘ – erstveröffentlicht zu unserer frühen Marinezeit 1979 – ist viel neuer Erkenntnisgewinn zur Entstehung der Art Homo Sapiens dazugekommen, was die ausgestellten Schädelabgüsse der Frühmenschen im Museum unterstreichen. Und was geschah eigentlich, als dem Chiemgau-Neandertaler der lokale Höhlenlöwe begegnete? Ein Skelettfund, zurückdatiert auf 42 Tausend Jahre verrät es uns. Hinreichend abgenagte und von Feuersteinklingen beschädigte Rippenknochen beweisen, dass es des Höhlenlö- wens letzter Tag war. Im Museum schlugen auch Geologieher- zen höher, denn von der Plattentektonik bis zu Steinzeit gab es gefühlt einen Stein zu jeder geologischen Chiemgau-Phase bis zur vierten Inntal – Vergletscherung. Und neben Fossilien von Meerestieren, Meeresfauna, Ammoniten, Fischen, Schachtelhal- men ragte mit 3,60 m Schulterhöhe das größte bisher in Europa gefundene Mammutskelett in den Ausstellungsraum. Nach dem Besuch des Mammut-Museums hatten sich spontan noch 17 Teilnehmer in der Klostergaststätte Maria Eck – mit ver- dient nunmehr herrlichem Blick auf den Chiemsee – zu einem geologisch pleistozänen Gespräch im Kameradenkreis und einem "Absacker" in fester Form eingefunden. Danach war dann aber auch wirklich Schluss mit unserem Crew-Treffen. Crew-Dinner Der Dienstag war der traurige Abreisetag und obwohl nicht mehr alle Angereisten bei Wolfgangs Vorschlag mitmachen konnten, startete trotzdem ein beträchtlicher Konvoi zum abschließenden Programmpunkt. Für eine beabsichtigte Gondelfahrt auf die Kam- penwand war es zu stürmisch, und sie konnte in den Regenwol- ken nur erahnt werden. Der Autokonvoi hielt stattdessen in Siegsdorf vor dem Natur- kunde-Museum. Ein Leckerbissen lockte hinter der Tür des alten Gerald Möller ChatGPTs Rede an die Crew VII/72 Wer hält denn die Rede? Der Chef, der Älteste, der Jüngste, der Intelligenteste, der Kompetenteste ..., wer sich nicht wehren kann? Wer hat noch nie erlebt, dass ein Redner eigentlich gar nicht reden kann? Alles kein Problem mehr, seit es KI gibt! Die nachfolgende Rede wurde unserem Crewkameraden, Prof. Dr. Manfred Krause, von ChatGPT nach den folgenden drei Anwei- sungen vorgeschlagen: 1. Schreibe eine Rede über die Crew VII/72. 2. Wir duzen uns. Bitte anpassen. 3. Ich gehöre dazu. Schreibe also bitte in der Wir-Form. Ergebnis: Liebe Kameradinnen und Kameraden, heute kommen wir zusammen, um uns selbst und unsere gemein- same Geschichte als Crew VII/72 der Deutschen Marine zu feiern. Es ist nicht nur eine Reise, die wir vor über 50 Jahren begonnen haben, sondern ein Lebensabschnitt, der uns geprägt hat und uns bis heute verbindet. 1972 traten wir in die Marine ein, jung, voller Erwartungen und bereit, die Welt zu entdecken. Doch was wir damals noch nicht wussten: Es war nicht nur die Ausbildung, die Einsätze und das Leben auf See, die uns formen würden. Es war die tiefe Kameradschaft, die wir miteinander aufbauten, die uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Wir haben gelernt, uns auf- einander zu verlassen – bei Wind und Wetter, in stürmischen Zeiten und ruhigen Momenten. Unsere Crew hat viele Heraus- forderungen gemeistert. Ob auf den Weltmeeren oder in frem- den Häfen, immer standen wir zusammen. Jeder Einsatz hat 96 marineforum Nachrichten 11 – 2024 uns stärker gemacht, nicht nur als Einzelne, sondern vor allem als Gemeinschaft. Wir haben Höhen und Tiefen erlebt, haben gelacht, manchmal auch geflucht – aber immer als Team. Und das ist es, was die Crew VII/72 so besonders macht: Unser Zusammenhalt war und ist unerschütterlich. Doch was diese Zeit noch wertvoller macht, ist, dass unsere Verbun- denheit auch nach all den Jahren geblieben ist. Auch wenn unsere Dienstzeit schon lange hinter uns liegt, die Freundschaften, die wir damals geschlossen haben, tragen wir bis heute in unseren Herzen. Diese Kameradschaft ist etwas, das uns ein Leben lang begleitet und uns immer wieder zusammenführt. Heute schauen wir nicht nur auf die vielen Jahre, die wir gemeinsam in der Marine verbracht haben, sondern auch auf die Jahrzehnte danach, in denen wir uns gegenseitig unterstützt haben. Wir sind stolz auf das, was wir als Crew erreicht haben, und darauf, dass wir immer noch füreinander da sind. Lasst uns diesen Tag nutzen, um uns an unsere Erlebnisse zu erin- nern, alte Geschichten auszutauschen und vor allem darauf anzu- stoßen, was uns als Crew VII/72 so einzigartig macht: Unsere uner- schütterliche Freundschaft und unser gemeinsamer Weg, der uns immer wieder zusammenführt. Mast- und Schotbruch, liebe Kameradinnen und Kameraden! Auf die Crew VII/72! Vorgetragen von Prof. Dr. Manfred Krause Anmerkung der Redaktion: Geht doch, oder?