Kategorie: Magazin

Maritime Experten

Wer glaubt, dass ein modern ausgerüstetes Schiff ein Produkt aus dem norddeutschen Raum ist, sollte einen Blick auf die Zulieferer aus dem Binnenland werfen. Gerade in Baden-Württemberg und Bayern ist die maritime Hightech-Industrie stark vertreten. Viele in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern angesiedelte Unternehmen gelten als unverzichtbar und nehmen traditionell eine zentrale Position im Gesamtgefüge der deutschen maritimen Industrie und Wirtschaft ein. Mit einem Jahresumsatz von über zehn Milliarden Euro und über 60 000 Arbeitsplätzen erwirtschaften sie rund 20 Prozent der maritimen Wertschöpfung in Deutschland und stellen 15 Prozent der Arbeitsplätze. Nicht zufällig fand 2019 die 11. Nationale Maritime...

Weiterlesen

Keine neue Militärallianz gegen Piraten

Im Kampf gegen die Piraterie vor Westafrika sollte die Schifffahrt erstmal nicht auf eine internationale Militärmission hoffen. Der Fokus liegt derzeit auf anderen Maßnahmen, die ihre Wirksamkeit allerdings erst noch unter Beweis stellen müssen. Es ist mal wieder soweit: Die nigerianische Regierung setzt ein neues Anti-Piraterie-Programm, beziehungsweise ein Programm für maritime Sicherheit, auf – garniert mit vollmundigen Ankündigungen und zur Schau gestellter Zuversicht. Aus der maritimen Industrie und der Politik gibt es durchaus positive Reaktionen. Doch was wird aus dem Projekt Deep Blue (siehe unten), das die nigerianische Regierung zur Sicherung gegen Piraten bereits initiiert hat? Es wäre nicht...

Weiterlesen

Amerikanisch-Norwegisches Verteidigungsabkommen

Obwohl es oberstes Ziel norwegischer Politik ist, die Arktis frei von militärischen Spannungen zu halten und ein gutnachbarliches Verhältnis zu Russland zu bewahren, hat das Land in den letzten Jahren einen Kurswechsel eingeleitet, der im Verteidigungsabkommen mit den USA im April kulminierte. Das Parlament muss dem Vertrag noch zustimmen. Norwegen reagiert damit auf den Ausbau russischer Basen auf der Kolahalbinsel und den Franz-Josef-Inseln und der Erweiterung und Modernisierung der russischen Nordmeerflotte. Die nüchterne Einschätzung von norwegischer Seite ist es daher, dass die eigenen militärischen Kapazitäten nicht länger ausreichend sind, um angemessen auf russischen Druck reagieren zu können. Auch die...

Weiterlesen

Rüstungsbeschränkung zwischen den Weltkriegen

Vor 100 Jahren tagte die Washingtoner Konferenz zur Begrenzung der Marinerüstung. In ihrem Verlauf wurden drei wichtige Verträge vereinbart, die die politische und militärische Lage im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs prägten. Kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs zeichnete sich neues Konfliktpotenzial unter den Siegermächten ab. Die bedeutendsten Faktoren waren das ausufernde Wettrüsten unter den verbleibenden Seemächten sowie die strategische Konkurrenz dieser Staaten im Pazifikraum. Hierzu zählte auch die Gefahr einer Aggression gegen das politisch und militärisch schwache China. Die Lage in China war besonders prekär. Das Land hatte sich politisch auf die Seite der Entente-Mächte im Ersten Weltkrieg gestellt;...

Weiterlesen

Seebataillon – Im Einsatz zwischen Land und Meer

Das deutsche Seebataillon arbeitet eng mit dem niederländischen Korps Mariniers zusammen. Dies erfordert eine Anpassung von Ausbildung und Material. Qua patet orbis (Lat.: „Soweit sich die Welt erstreckt“), so lautet der Wahlspruch des am 10. Dezember 1665 aufgestellten niederländischen Korps Mariniers. Diese traditionsreiche Truppengattung der Königlichen Marine stellt die Speerspitze der niederländischen Krisenreaktionskräfte dar und hat dabei den Anspruch, überall und unter jedweden Umständen operativ eingesetzt werden zu können. Belege dafür gibt es seit der Gründung des Korps Mariniers genug. So wurden niederländische Marineinfanterieverbände seit ihrer Aufstellung bei nahezu allen militärischen Operationen der Niederlande eingesetzt. Das aktuellste Fahnenband des...

Weiterlesen
de_DEGerman