Kategorie: News

Antarktis: Erneut keine neuen Schutzgebiete

Die Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR - Convention on the Conservation of Antarctic Marine Living Resources) hatte im Juni 2023 zu einer Sondersitzung eingeladen, um den sechs Jahre dauernden Stillstand bei der Einrichtung zusätzlicher Meeresschutzgebiete im Südpolarmeer zu überwinden. Wieder einmal blockieren China und Russland.[ds_preview] Historie CCAMLR trat 1982 als Schlüsselinstrument des Antarktis-Vertragssystems nach zweijähriger Verhandlung in Kraft. Die Kommission setzt sich für einen vorsorglichen Schutz dieser (noch) unberührten Region ein. Den Anstoß für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten im Südpolarmeer gab die ehemalige UdSSR, die es innerhalb von nur zwei Jahren durch Überfischung schaffte,...

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Flottendienstboote Klasse 424

Zu den zehn Rüstungsvorhaben, die vom Haushalts- und Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages am 6. Juli gebilligt wurden, gehören drei Flottendienstboote einschließlich einer dazu zählenden Ausbildungs- und Referenzanlage. Am 10. Juli 2023 kam es dann zur Unterzeichnung des Änderungsvertrages zwischen der Präsidentin des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), Annette Lehnigk-Emden, und Tim Wagner, CEO der NVL Group, die als Auftragnehmer fungiert. Planungsgeschichte Bereits im Juni 2021 wurde der Vertrag über die Beschaffung von drei Flottendienstbooten der Klasse 424 mit einer Ausbildungs- und Referenzanlage Aufklärung zwischen dem BAAINBw und der NVL B.V. & Co. KG, damals noch...

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Gefahren einer „Schattenflotte“

Akteure aus der Schifffahrtsbranche äußern sich besorgt über die zunehmende Gefahr, die von einer größer werdenden „Schattenflotte“ ausgeht: Tankschiffe, mit denen Öl und Ölprodukte aus Ländern wie Russland, Iran oder Venezuela transportiert wird, um damit Sanktionen zu umgehen. Sie verweisen darauf, dass diese unter Billigflaggen fahrenden Schiffe kaum Sicherheitsstandards einhielten, häufig ohne angemessene Versicherung oder Aufsicht betrieben und nur minimalen oder [ds_preview]gar keinen Sicherheitskontrollen unterzogen würden. Nichts Gutes ... außer man tut es! Singapurs Maritime & Port Authority (MPA) ist für die Erfüllung der Verpflichtungen aus den SOLAS- und SAR-Übereinkommen in der Seenotrettungsregion Singapur (MSRR) verantwortlich. Die Behörde hatte eine Warnung an alle Eigner und Betreiber von Schiffen herausgegeben, die den Hafen von Singapur anlaufen wollen, die Anforderungen der internationalen Vorschriften zu erfüllen. Mit der vollumfänglichen Wiederaufnahme ihrer Inspektionsprogramme im Rahmen der Hafenstaatkontrollen (PSC) musste MPA Singapur seit Anfang 2022 auch eine dramatische Zunahme von Beanstandungen feststellen. Zu PSC siehe Europa: Moderne Schifffahrtsregulierung. Gemäß Jahresbericht 2022 hatten 30 Schiffe die Sicherheitskontrollen und Inspektionen durch Singapur nicht bestanden - so viele wie insgesamt in den zehn Jahren zuvor! Allein im April 2023 seien bereits neun Schiffe beschlagnahmt worden. Der Fall „Lefkada“ Zu den im letzten Monat festgesetzten Schiffen gehörte der unter der Flagge Gabuns fahrende Rohöltanker „Lefkada“ (ca. 105.000 Tonnen), der von der Reederei Gatik Ship Management (GSM) betrieben wird. Die indische Reederei wird mit russischem Ölhandel in Verbindung gebracht....

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Minenjagdboot "Bad Bevensen" wieder unter NATO-Flagge

Aus einer Pressemitteilung des Marinekommandos Rostock: Heute, am Dienstag, 11. Juli 2023, hat das Minenjagdboot "Bad Bevensen" (M 1063) seinen Heimathafen Kiel verlassen. Das zum 3. Minensuchgeschwader gehörende Boot wird für die nächsten Monate den deutschen Beitrag in einer der Ständigen Minenabwehrverbände der NATO stellen. Boot und Besatzung sind somit gleichzeitig Bestandteil der Very High Readiness Joint Task Force Maritime (VJTF (M)) für den Bereich Nord- und Ostsee. Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Kevin Linken (36) wird sich die Besatzung der "Bad Bevensen" in Richtung östliche Ostsee bewegen. Erste Häfen werden Rönne/Bornholm (Dänemark) und Visby auf Gotland (Schweden) werden....

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Scrubber sind keine Umweltengel

Forscher der Chalmers University of Technology in Schweden haben herausgefunden, dass auf Schiffen das Waschwasser von „Abgasreinigungsanlagen“ (Scrubber) hauptursächlich für Umweltverschmutzungen in Hafengebieten ist. Die aus dem Abgas heraus gewaschenen umweltgefährdenden Metalle und weitere Giftstoffe gelangen so zwar nicht mehr in die Luft-Atmosphäre, dafür aber in das Wasser, auch in Hafengewässer. Emissionen Jedes Schiff ist für verschiedene Arten von Schadstoff-Einträgen verantwortlich. Dazu gehören beispielsweise Grauwasser aus Duschen, Schwarzwasser aus Toiletten, Antifouling-Anstriche und Abgase von Schiffsantrieben. Normen Um die Vorgaben in den europäischen Schwefelemissionskontrollgebieten (SECA) und die von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) im Jahr 2020 eingeführten Anforderungen zu erfüllen, sind...

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