Ende Oktober gab die US Navy bekannt, dass sie die Dienstzeit von zwölf der ältesten Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse verlängern wird. Sie gehören zur ersten Generation dieser Schiffsklasse, dem Flight I, und wurden zwischen 1992 und 1997 in Dienst gestellt. Ursprünglich waren die Schiffe für eine Dienstzeit von 35 Jahren ausgelegt.
Die Entscheidung zugunsten der Dienstzeitverlängerung beruht auf einer umfassenden Bewertung des Zustands jedes einzelnen Schiffs, einschließlich der Kampfkraft sowie[ds_preview] des aktuellen Wartungsaufwands. Diese Analyse wurde in den letzten zehn Monaten durchgeführt und ergab, dass die zwölf Zerstörer über ihre erwartete Dienstzeit hinaus betriebsfähig bleiben können.

Arbeiten zur Dienstzeitverlängerung werden teilweise bei Ingalls Shipbuilding in Pascagoula, Mississippi, durchgeführt, Foto: US Navy
Die Maßnahmen zur Verlängerung der Nutzung umfassen eine Reihe von Wartungsarbeiten sowie die Aufwertung durch Modernisierungen der Betriebs- und Einsatzsysteme. Damit soll gewährleistet bleiben, dass die Schiffe einsatzbereit und kampffähig bleiben. Diese Maßnahmen werden die Dienstzeit der Schiffe um ein bis fünf Jahre verlängern, je nach Zustand der jeweiligen Einheit. Insgesamt wird dies kumuliert zu 48 zusätzlichen Schiffsjahren Dienstzeit im Zeitraum von 2028 bis 2036 führen.
Die US Navy hat diese Entscheidung getroffen, um den Flottenumfang zu erhalten und die Wahrnehmung ihrer globalen Verpflichtungen zu gewährleisten. Die Seestreitkräfte stehen derzeit vor einer dreifachen Belastung durch unzureichende Budgets, Verzögerungen beim Bau neuer Kriegsschiffe und kontinuierlich hohe Einsatzbelastung. Die beschlossene Dienstzeitverlängerung erwies sich als wirtschaftlichste und schnellste Option, um die Präsenzfähigkeit und Kampfkraft der Flotte kurzfristig zu erhalten und angesichts des Zulaufs neuer Kriegsschiffe im Verlauf der nächsten zehn Jahre auch zu steigern.
Die Kosten des Projekts werden auf insgesamt sechs Milliarden Dollar geschätzt. Die Navy hat Mittel für die Dienstzeitverlängerung der Zerstörer im Haushaltsantrag für das Geschäftsjahr 2026 eingestellt und will den Schiffbauplan entsprechend anpassen.
Sidney E. Dean










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