Die Seeleute, die nach Hamburg kommen, können sich immer auf „die beste Seemannsmission der Welt“ verlassen, so heißt es. Besonders in der Coronakrise war es für Besatzungen aus aller Welt die einzige Möglichkeit, nach Hause zu kommunizieren, sich auszutauschen und formale Angelegenheiten zu regeln.[ds_preview] In aller Welt hat es sich daher herumgesprochen, dass Hamburg ein Ort der Sicherheit und Fürsorge ist. Gesicht und Seele der Deutschen Seemannsmission Hamburg-Harburg, einer kirchlichen Einrichtung, war 27 Jahre lang Geschäftsführerin Anke Wibel. Am 18. Dezember 2022 wurde sie mit einem Gottesdienst feierlich aus ihrem Amt verabschiedet. Die „menschliche Seite der Schifffahrt“ wurde sie genannt, hat sie doch durch unermüdlichen Einsatz, eine Portion Hartnäckigkeit und Bestimmtheit die Belange der oft nicht beachteten Schicksale der Seeleute vertreten. Ihre Verdienste wurden in der vollbesetzen Kirche St. Gertrud in Hamburg-Altenwerder durch zahleiche prominente Gäste gewürdigt. Die Redner würdigten Anke Wibel für ihr Bemühen, die in- und ausländischen Stationen der Deutschen Seemannsmission mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt zu fördern. In den vergangenen Jahren organisierte Wibel zudem Coronaimpfungen für Seeleute. Anke Wibel ist seit 2016 Trägerin der Ehrenmedaille „Portugaleser in Silber“ des Hamburger Senats und wurde 2021 von der Women's International Shipping & Trading Association zur Persönlichkeit des Jahres gewählt.
hsc










0 Kommentare