The frigate F 222 Baden-Württemberg in the North Sea. Photo: Bundeswehr/T. Wendt

The frigate F 222 Baden-Württemberg in the North Sea. Photo: Bundeswehr/T. Wendt

First deployment of frigate F125: "Baden-Württemberg" ordered to UNIFIL

From a press release of the PIZ Marine at the Rostock Naval Command:

On Friday, 20 October 2023 at 10 a.m., the frigate "Baden-Württemberg" will be the first ship in its class to set sail on a mission. She will leave her home port of Wilhelmshaven with the crew "Delta" to take part in the mandated foreign mission UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon) off the Lebanese coast.

Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Tilmann von der Lühe (44) wird sich die Besatzung zunächst auf den Transit nach Limassol (Zypern) begeben. Von hier aus wird das Schiff bis Mitte Januar 2024 [ds_preview] vor der libanesischen Küste bei der Seeraumüberwachung und der Ausbildung der libanesischen Marine im Rahmen des Einsatzes UNIFIL unterstützen.

"Für die Klasse 125 ist es das erste Mal, dass sie in den Einsatz entsandt wird und sofern ist es mir eine große Ehre, als erster Kommandant einer Fregattenklasse 125, mit meiner Besatzung den ersten Einsatz bestreiten zu dürfen", so der Kommandant. "Ich habe eine tolle Besatzung, ein gutes Schiff und deswegen sehe ich mich klar für alle Fahrtstufen. Und ich habe auch die Gelassenheit eines Kapitäns, der eben nicht nur im Friedensdienstbetrieb, sondern eben auch im Einsatz kommandieren kann," so Fregattenkapitän Tilmann von der Lühe.

Neben den Familienmitgliedern, den Freundeskreisen und Kameradinnen der Besatzungsmitglieder wird der Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, Vizeadmiral Frank Lenski (61), sowie der Staatssekretär des Patenlandes Baden-Württemberg, Herr Thomas Blenke (63), an dem Auslaufzeremoniell teilnehmen.

Mit den Fregatten der Baden-Württemberg-Klasse verfügt die Marine über insgesamt vier der technologisch führenden Kriegsschiffe der Welt. Der von Grund auf neu konzipierte Fregattentyp ist aus den deutschen Einsatzerfahrungen der vergangenen Jahrzehnte entstanden - und auf Gegenwart und Zukunft von Stabilisierungseinsätzen ausgelegt. Zum Aufgabenspektrum der Klasse F125 gehört so vor allem die Seeraumüberwachung in Krisenregionen weltweit, wie etwa bei Missionen für Embargokontrollen oder Anti-Piraterie-Operationen.

Hintergrundinformationen Fregattenklasse F125:

Frigate Baden-Württemberg F 222 in the Kattegat. Photo: Bundeswehr/Kröncke

Der Anforderung, global und lang andauernd im Einsatz bleiben zu können, löst die Baden-Württemberg-Klasse durch neue technische und organisatorische Konzepte: Für eine Intensivnutzung gedacht, kann sie mit 5.000 Betriebsstunden bis zu zwei Jahre durchgängig unabhängig vom Heimathafen operieren. Der Abstand zwischen den Inspektionen für die Kriegsschiffe liegt planmäßig bei fünf Jahren und acht Monaten. Das ist nahezu eine Vervierfachung der Einsatzzeit und eine Verdoppelung der Wartungsintervalle gegenüber den bisherigen Fregatten der Marine.

Die reduzierten Wartungsanforderungen, kombiniert mit Automatisierung und Digitalisierung an Bord der Schiffe, machen es möglich, die Besatzungsstärke von über 200 bei den anderen Fregatten auf 126 Soldatinnen und Soldaten auf denen der Baden-Württemberg-Klasse zu reduzieren. Mehrere 125er-Crews lösen sich dann während eines längeren Einsatzes alle vier Monate ab. In diesem Mehrbesatzungskonzept sind acht Besatzungen für die vier Schiffe der Baden-Württemberg-Klasse vorgesehen.

Mehr Informationen zur Fregatte unter:

Hintergrund UNIFIL:

Blue helmets from the UNIFIL mission have been working to bring peace between Lebanon and Israel since 1978. This makes the mission one of the oldest peacekeeping operations of the United Nations (UN). It is based on UN Security Council Resolutions 425 (1978) and 426 (1978).

Zunächst galt es, den angestrebten Waffenstillstand und den Abzug israelischer Sicherheitskräfte aus dem Libanon zu überwachen. Nach dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 wurde das Mandat ergänzt. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen zu sichern und den Waffenschmuggel über See zu verhindern. Der maritime Einsatzverband UNIFIL war der erste Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen - deutsche Schiffe und Boote operieren von Beginn an in diesem Verband. Die Schiffe unterbinden den Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon und tragen so zu Stabilität und Sicherheit in der Region bei. Die libanesische Marine hat wertvolle Ausrüstung von Deutschland erhalten, darunter Wachboote und Küstenradarstationen. Deutsche Soldatinnen und Soldaten engagieren sich außerdem seit mehreren Jahren in der Ausbildung der libanesischen Marine.

2 Comments

  1. Dear Mr Falkenstein,
    The mere presence in the sea area already prevents illegal transports - at least to a certain extent. An international visualisation of suspicious movements and information about them to national Lebanese authorities do more to create transparency. However, there is currently a completely different danger hanging in the air in the sea area off the Lebanese-Israeli border: if Hizbollah starts attacking Israeli territory, the sea area will not be exempt! The aircraft carrier "Gerald R. Ford" is already in the area with a considerable force array, the second carrier, the "Dwight D. Eisenhower" is on its way. And now also our frigate "Baden-Württemberg", which is leaving these days to reinforce the UNIFIL forces in the area.
    Yours sincerely
    the editors of cbmaritim.46181.onlineshophosting.de

  2. As far as I know, Unifil does not "prevent" anything off the coast; at most, it reports suspected cases to the Lebanese forces. As usual, you don't find out what may or may not happen.

    Or is that no longer the state of affairs?

Einen Kommentar abschicken

Your email address will not be published. Erforderliche Felder sind mit * markiert

en_GBEnglish