Die Schweizer Mediterranean Shipping Company (MSC) hat ihre beherrschende Stellung in der Containerschifffahrt durch eine beispiellose Shoppingtour von Second-Hand-Schiffen behauptet, so das maritime Analyseunternehmen Alphaliner.
MSC hatte die dänische Reederei Maersk Anfang 2022 erstmals als weltweit führender Liniendienst abgelöst. Der bemerkenswerte Zukauf habe MSC an der Spitze der Alphaliner-Rangliste der Linienreedereien gehalten. Die Flotte besteht inzwischen aus mehr als 850 Schiffen, die über 6 Millionen TEU also fast 20 % des Marktanteils im Linienverkehr repräsentieren. Durch diese Flottenexpansion habe sich der Abstand zum zweitplatzierten Maersk noch vergrößert. Dies folgt der Strategie, ein umfassender Logistikanbieter zu werden, der auch außerhalb der Schifffahrt Wachstum anstrebt. Insgesamt habe MSC in den letzten vier Jahren 383 gebrauchte Containerschiffe angekauft, so Alphaliner in seinem Bericht.

Liniendienst im Ost-West-Netzwerk. Grafik: MSC
Durch das Beenden des „2M“-Konsortiums von Maersk und MSC wird MSC ab Februar 2025 ein unabhängiges, aber vollständiges Netzwerk für die Ost-West-Verkehre anbieten. Da MSC die volle operative Kontrolle über ihr Netzwerk übernimmt, werden den Kunden Routing-Optionen sowohl über Suez (und das Rote Meer) als auch über das Kap der Guten Hoffnung angeboten.
kdk
Source: gCaptain












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