15 units of the Future Canadian Surface Combatant are to be builtGraphic: Lockheed Martin Canada

15 units are to be built by the Future Canadian Surface Combatant Graphic: Lockheed Martin Canada

New frigates for Her Majesty's Navy

In addition to a common language, a common history and a common head of state, there are also unifying elements between the United Kingdom and its former colonies Australia and Canada in the area of defence. A large-scale frigate project has been added in recent years.

Das Global Combat Ship – das von der britischen Royal Navy als Type 26 Frigate oder City-Klasse bezeichnet wird – hat seine Ursprünge im Jahr 1998. Hintergrund war eine Ersatzbeschaffung für die aus den 1970er- und 1980er- Jahren stammenden 14 Fregatten des Typs 22 und 16 Fregatten des Typs 23 – beide mit dem Aufgabenschwerpunkt U-Jagd. Mehrere Grundsatzentscheidungen in den „berüchtigten“ Strategic Defence Reviews sorgten dafür, [ds_preview]dass 2011 die letzten vier Fregatten des Typs 22 ohne Ersatz außer Dienst gestellt wurden und die Zahl der zu beschaffenden Einheiten des Typs 26 zuletzt von 13 auf 8 Einheiten reduziert wurde. Dadurch ist ein Eins-zu-eins-Ersatz des vorausgegangenen Typs 23 nicht möglich, die Lücke soll durch fünf kleinere und preisgünstigere Fregatten des Typs 31 geschlossen werden. Denn mit einem Combined-Diesel-Electric-or-Gas-Antrieb (CODLOG), einer Verdrängung von 6800 Tonnen, einer Länge von 149,9 Metern sowie einer Breite von 20,8 Metern und projektierten Stückkosten von 1,23 Milliarden Pfund pro Einheit spielen die Fregatten des Typs 26 in der internationalen Oberliga.

Zeichnerische Darstellung der britischen Typ-26-Fregatte Grafik: UK MoD/Crown Copyright

Zeichnerische Darstellung der britischen Typ-26-Fregatte Grafik: UK MoD/Crown Copyright

Auch die waffentechnische Auslegung mit insgesamt 72 vertikalen Abschusszellen wird zahlenmäßig in der NATO nur von US-Zerstörern und –Kreuzern übertroffen. Die Type 26 werden über 48 Zellen für Luftabwehrraketen vom Typ Sea Ceptor und 24 amerikanische Mark-41-Zellen für zukünftige, noch zu entwickelnde Seezielflugkörper verfügen.

City-Klasse

Nach fast zwei Jahrzehnten der Planung erhielt BAE Systems Maritime am 2. Juli 2017 schließlich den Auftrag zur Fertigung der ersten drei Typ-26-Fregatten HMS Glasgow (F 88), HMS Cardiff (F 89) und HMS Belfast (F 90) auf den schottischen Werften in Scotstoun und Govan, beides Stadtteile von Glasgow. Die Kiellegung der Glasgow konnte bereits am 20. Juli 2017 gefeiert werden. Es folgten Cardiff am 14. August 2019 und Belfast am 29. Juni 2021. Die offizielle Beauftragung der nächsten fünf Schiffe des zweiten Bauloses wird für das Jahr 2023 erwartet; die Taufnamen stehen allerdings schon fest: Birmingham, Sheffield, Newcastle, Edinburgh und London. Beobachter konnten erstmals am 18. April 2021 einen Blick auf die Bugsektion der Glasgow vor der Montagehalle werfen. Am 1. Mai wurde sie mit dem Heckbereich verbunden. Im Oktober desselben Jahres traf die erste Besatzung der Fregatte bei BAE Systems ein. Sie unterstützt die Werftarbeiter dabei, die Glasgow zum Leben zu erwecken. Der Stapellauf wird bis zum Sommer 2022 erwartet. Alle zwei Jahre soll ein weiteres Schiff folgen.

Derzeit gibt es bei der Royal Navy Überlegungen, die Luftabwehrzerstörer des Typs 45 ab Mitte der 2030er-Jahre durch neue Schiffe, die als Zerstörer Typ 83 bezeichnet werden, zu ersetzen. Ein mögliches Szenario wäre die Produktion eines weiterentwickelten Global Combat Ships. Dies hätte den Vorteil einer „heißen Fertigungsstraße“ und dadurch deutlich gesenkte Entwicklungskosten.

Hunter-Klasse

Down Under begannen die Planungen zum Ersatz der acht Einheiten umfassenden, auf einem deutschen MEKO-200-Entwurf beruhenden, Anzac-Klasse im Jahr 2009. 2016 wurde die Zahl der neuen Fregatten auf neun erhöht und ein Tender ausgeschrieben. Dabei traten der spanische F-5000-Entwurf, der in abgewandelter Form als Luftabwehrzerstörer der Hobart-Klasse damals im Zulauf bei der Royal Australian Navy war, die italienische Fremm-Variante und das britische Global Combat Ship gegeneinander an.

Die zukünftige HMS Glasgow hat bereits Form angenommen, Foto: UK MoD/Crown Copyright

Die zukünftige HMS Glasgow hat bereits Form angenommen, Foto: UK MoD/Crown Copyright

Beobachter rechneten mit einem problemlosen Sieg des spanischen Designs, auch wegen der möglichen Symmetrieeffekte mit den Hobart-Zerstörern. Überraschenderweise wurde am 29. Juni 2018 das britische Global Combat Ship als Sieger der internationalen Ausschreibung gekürt. Die mittlerweile als Hunter-Klasse bezeichneten neun Schiffe – die ersten drei Taufnamen werden HMAS Hunter, HMAS Flinders und HMAS Tasman lauten – werden von BAE Systems Australia bei der ASC Shipbuilding Facility im südaustralischen Osborne gebaut, wo auch schon die drei Schiffe der Hobart-Klasse gefertigt wurden. Die Hunter-Klasse soll mit dem amerikanischen Aegis-System sowie 32 Mark-41-VLS-Zellen für SM-2- und Evolved Sea Sparrow-Luftabwehrraketen ausgestattet werden. Vor dem eigentlichen Produktionsstart des ersten Schiffes im Dezember 2022 erfolgt die Fertigung von fünf Schiffsmodul-Elementen als Prototypen zu Erprobungszwecken für die beim Global Combat Ship verwendeten Fertigungsverfahren. Der erste dieser Prototypen wurde der Öffentlichkeit am 19. Oktober 2021 von BAE Systems Australia präsentiert. Die Ablieferung der ersten schwimmenden Einheit, der HMAS Hunter, ist derzeit für das Jahr 2029 vorgesehen, die Indienststellung aller neun Schiffe soll voraussichtlich 2040 vollzogen sein.

Canadian Surface Combatant

Das kanadische Projekt zum Ersatz der drei Zerstörer der Iroquios-Klasse, die schon seit 2017 komplett ausgemustert ist, und der zwölf Fregatten der Halifax-Klasse nahm 2017 mit einer internationalen Ausschreibung Fahrt auf. Zur Auswahl standen die spanische Klasse F-105 von Navantia, die niederländische De-Zeven-Provinciën-Klasse, angeboten durch Alion Canada, und das britische Global Combat Ship. Am 19. Oktober 2018 wurde von der kanadischen Regierung das Konsortium unter Führung von Lockheed Martin Canada, welches den britischen Entwurf zusammen mit BAE Systems in Kanada vermarktet, als preferred bidder ausgewählt. Nach einem rechtlichen Einspruch bezüglich der Vergabe an Lockheed/BAE seitens Alion, der aber letztlich erfolglos blieb, konnte der Beschaffungsvertrag am 8. Februar 2019 geschlossen werden. Genau wie ihre australischen Halbschwestern werden die zukünftigen kanadischen Einheiten über 32 Mark-41-VLS-Zellen verfügen und mit dem Aegis Combat System ausgestattet sein, das beim noch namenlosen Canadian Surface Combatant im Zusammenspiel mit dem kanadischen CMS-330 Combat Management System operieren wird. Zur Luftraumüberwachung wird das von Lockheed Martin entwickelte AESA-Radar AN/SPY-7(V)1 verwendet, das zukünftig auch von den Marinen Spaniens und Japans eingesetzt werden wird. Der Beschaffungsvertrag für dieses fortschrittliche Radarsystem wurde im September 2020 geschlossen. Ursprünglich war seitens der kanadischen Regierung geplant, neben einer Standardversion noch eine designierte Luftabwehrversion des zukünftigen Canadian Surface Combatant zu beschaffen, aus Kosten- und Personalmanagementgründen wurde dies aber wieder verworfen und alle 15 zu beschaffenden Einheiten werden in einer einheitlichen Version bei Irving Shipbuilding in Halifax gefertigt. Der Baubeginn der ersten Einheit ist derzeit für das Jahr 2024 angesetzt, die Auslieferung aller Schiffe wird bis weit in die 2040er-Jahre dauern.

Im Oktober 2021 kamen erstmals Soldaten der Royal Navy zum Dienst auf die zukünftige HMS Glasgow bei BAE Systems, Foto: BAE Systems

Im Oktober 2021 kamen erstmals Soldaten der Royal Navy zum Dienst auf die zukünftige HMS Glasgow bei BAE Systems, Foto: BAE Systems

Stefan Ulsamer is a freelance journalist specialising in marine technology.

Stefan Ulsamer

25 May 2022 | 1 comment

1 Comment

  1. Dr David Shakleton from the Australian Strategic Policy Institute (ASPI) issued a very critical assessment of this in April 2022. In his summary, he states: "BAE had never integrated a U.S. combat system into its RN ship designs. Defence described important aspects of the risk as extreme." ( ASPI The Hunter frigate. An assessment. April 2022, Page 6.)

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