USS NORTH CAROLINA calling at the Western Australian port of Rockingham. Photo: US Navy

USS NORTH CAROLINA calling at the Western Australian port of Rockingham. Photo: US Navy

Nuclear submarines: USA and Australia strengthen co-operation

The Australian Navy is not due to receive nuclear-powered submarines until the 2030s. However, the training of the first soldiers is already underway.

Im Rahmen des 2021 vereinbarten Abkommens Aukus (Australia, United Kingdom, United States) soll Australien mit Hilfe der USA und Großbritanniens atomgetriebene Jagdunterseeboote erwerben. Das erste Boot soll Ende der 2030er-Jahre an die Royal Australian Navy (RAN) übergeben werden. Um diese Wartezeit zu überbrücken, will Washington bereits Anfang des nächsten Jahrzehnts Jagd-U-Boote der VIRGINIA-Klasse an Australien verkaufen.[ds_preview]

Um den Betrieb der von Australien bisher nicht genutzten Technologie zu meistern, sollen U-Boot-Besatzungen des Landes sowie militärisches wie ziviles Wartungspersonal bereits jetzt mit der Ausbildung beginnen. Die ersten sechs RAN-Offiziere schlossen Ende 2023 ihre Ausbildung an der Nuclear Power School der US Navy ab, fünf weitere beendeten eine entsprechende Ausbildung bei der britischen Royal Navy im Januar 2024. Diese Offiziere sollen künftig an Bord amerikanischer beziehungsweise britischer Atomunterseeboote dienen und letztendlich den Kader für die Besatzung des in zirka acht Jahren erwarteten ersten VIRGINIA-Boots stellen. Die ersten Schiffstechniker im Unteroffizierdienstgrad werden Anfang 2024 in die Wartung dieser U-Boote eingewiesen, während die ersten Techniker der australischen Werftindustrie bereits seit 2023 in den USA (Pearl Harbor) und England (Barrow) entsprechende Lehrgänge besuchen und auch praktische Erfahrung auf Booten der US Navy sammeln.

Ausbildung von australischem U-Boot-Personal auf dem Tender EMORY S. LAND. Foto: US Navy

Ausbildung von australischem U-Boot-Personal auf dem Tender EMORY S. LAND. Foto: US Navy

US-Einheiten der VIRGINIA-Klasse sollen ab 2024 regelmäßig den westaustralischen Marinestützpunkt Stirling anfahren; ab 2026 kommen regelmäßige Hafenbesuche durch britische Einheiten hinzu. Stirling ist Standort der aktuellen U-Bootflottille der RAN und wird auch den Heimathafen der künftigen Atomunterseeboote stellen. Infrastrukturmaßnahmen für die Versorgung dieser Einheiten sind bereits im Gange, und werden künftig auch der Wartung der amerikanischen und britischen U-Boote dienen, doch wird die Fertigstellung erst 2027 erwartet. Bis dahin werden zu diesem Zweck amerikanische U-Boot-Tender gelegentlich Stirling anlaufen. Der erste Einsatzstopp dieser Art durch den Tender EMERY S. LAND ist für Sommer 2024 geplant. Im Rahmen der mehrmonatigen Entsendung werden auch 30 australische Matrosen auf diesem Schiff zur Ausbildung und zum Erfahrungsaustausch bei der Zwischenwartung von U-Booten der US Navy eingebunden. 

Die Ausbildungshilfe dient nicht ausschließlich der Stärkung der RAN. Ab 2027 will die amerikanische Marine eine ständige rotierende Präsenz von bis zu vier Jagdunterseebooten in Stirling einrichten, ergänzt durch ein britisches U-Boot der ASTUTE-Klasse. Diese als Submarine Rotational Forces-West (SRF-W) bezeichnete Präsenz wird durch regelmäßige, zeitlich befristete Entsendungen der Einheiten aus den USA und Großbritannien gebildet. Stirling wird hierdurch zur Operationsbasis für die US Navy und für die britische Royal Navy im Indischen Ozean und im Südwestpazifik. Australisches Personal wird regelmäßig in die Besatzungen der amerikanischen und britischen Einheiten eingebunden, um Erfahrung für den späteren Dienst auf australischen U-Booten zu sammeln. Mit der Einführung atomarer Jagdunterseeboote durch die RAN ab den 2030er-Jahren wird die operative Integration der U-Boot-Flotten der drei Verbündeten noch enger.

Sidney E. Dean

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