GPGP overview. Source: Global Environmental Problems-Infographics

GPGP overview. Source: Global Environmental Problems-Infographics

Pacific Ocean - The mountain of plastic waste is growing

Die im Pazifischen Ozean zwischen Kalifornien und Hawaii als „Great Pacific Garbage Patch“ (GPGP) treibende Masse von mehr als 79.000 Tonnen Plastikmüll ist in der Ausdehnung über viermal so groß wie Deutschland und wächst nach Angaben von Forschungsteams weiter.

Erkenntnisgewinn

Nach sechs Jahren Entwicklungsarbeit und drei Jahren praktischer Anwendung mit der Extraktion von über 500 Tonnen Plastikmüll aus dem GPGP hat die gemeinnützige Umweltorganisation The Ocean Cleanup wichtige Erkenntnisse gewonnen. Sie erklärte in einer Pressemitteilung, den großen pazifischen Müllteppich mit dem heutigen Entwicklungsstand innerhalb von 10 Jahren und zu Kosten von etwa 6,7 Milliarden Euro beseitigen zu können.

Derzeit größtes Sammelsystem - Version 03. Quelle: The Ocean Cleanup

Derzeit größtes Sammelsystem. Quelle: The Ocean Cleanup

Die derzeit eingesetzten Schiffe setzen 2,2 Kilometer lange U-förmige schwimmende Barrieren ein, um den Müll zu einem zentralen Punkt zu leiten. Dort wird er dann an Bord und anschließend an Land zur ordnungsgemäßen Entsorgung bzw. zum Recyceln gebracht.

Gesammelter Plastikmüll aus dem GPGP. Foto: Luftbildaufnahme The Ocean Cleanup

Plastikmüll aus dem GPGP. Foto:The Ocean Cleanup

Die Auswertung der umfangreichen Daten und Modelle deuten darauf hin, dass die Beseitigung des GPGP auch in 5 Jahren und zu geringeren Kosten von „nur“ 3,5 Milliarden Euro zu erreichen wäre. Erforderlich dafür sei ein aggressiverer Ansatz; das heißt eine Größen-Skalierung, mehrere Anlagen und die Weiterentwicklung der Technologien, die für eine effektivere und schnellere Reinigung des Great Pacific Garbage Patch erforderlich sind.

Planning

Für das Jahr 2025 will The Ocean Cleanup eine einjährige operative Pause einlegen, um die Hotspots der Gebiete mit starker Kunststoffansammlung im GPGP zu kartieren und um die Entnahme von Plastik besser organisieren zu können.

Realisation

Der GPGP ist der größte und bekannteste Müllstrudel der Welt, neben vier weiteren im Südpazifik, Nord- und Südatlantik und im Indischen Ozean. Die Welt ist aufgerufen zu handeln - die Kosten für Untätigkeit sind ungleich höher bzw. schlimmer für die Meeres-Ökosysteme, die Umwelt und damit auch für die menschliche Gesundheit.

Auslass für gefangene Tiere in der Rückhaltezone. Quelle: The Ocean Cleanup

Auslass für gefangene Tiere in der Rückhaltezone. Quelle: The Ocean Cleanup

Die Verschmutzung der Ozeane durch Plastik ist eines der dringlichsten Probleme, mit denen unsere Meere konfrontiert sind. Geisternetze, ein großer Teil in den Ozeanen stammt aus der Fischerei, Plastiktüten und Mikroplastik sind eine Bedrohung für uns alle, nicht nur für die Meeresbewohner. Die effektivste Maßnahme, die jeder Einzelne von uns leisten können müsste, ist möglichst auf Plastik im Alltag und bei Einkäufen zu verzichten: Also Müllvermeidung!

Background information

The Ocean Cleanup wurde 2013 in den Niederlanden gegründet und besteht derzeit aus einem multidisziplinären Team von etwa 140 Ingenieuren, Wissenschaftlern, IT-Spezialisten und unterstützenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Hauptsitz der weltweit agierenden Non-Profit-Organisation ist Rotterdam. 2023 wurde das erste regionale Büro in Kuala Lumpur, Malaysia, eröffnet.

The Ocean Cleanup verfolgt zwei Ziele. Das erste: Bis 2040 sollen gut 90 % des im Meer treibenden Plastiks entfernt werden. Untersuchungen zeigen, dass der größte Teil (nach Masse) des Plastiks in den Wirbeln aus größeren Abfällen besteht. Mit dem Bergen der großen Plastikteile wird verhindert, dass sie sich in das gefährlichere Mikroplastik auflösen und darüber in die Nahrungskette gelangen.

Müllsammelstelle an Flussmündungen. Quelle: The Ocean Cleanup

Müllsammelstelle an Flussmündungen. Quelle: The Ocean Cleanup

Das zweite Ziel ist den Eintrag aus den Flussmündungen in die Meere zu stoppen. The Ocean Cleanup stellt deshalb Müllauffangvorrichtungen (Interceptors) an den Zugängen zu den Weltmeeren auf, derzeit bereits in sechs Ländern - in der Dominikanischen Republik, Indonesien, Malaysia, Thailand, USA und Vietnam.

kdk, golem, The Ocean Cleanup

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