In August, national security services from Belgium, Germany, Finland, Iceland, the Netherlands, Norway and Sweden informed Norwegian officials and executives from the energy sector about the suspected threats to critical infrastructure (KRITIS) posed by Russia.
Wenn heute über Sabotage gesprochen werde, reden wir über Russland, so die Leiterin der norwegischen Spionageabwehr (PST), die das nicht-öffentliche Treffen am Rande der Offshore Northern Seas - Konferenz (ONS) organisiert hatte. Die ONS-Stiftung ist[ds_preview] eine weltweit agierende gemeinnützige Organisation, die Diskussionen und die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Technologie und Innovation fördert.
Vertrauliche Gespräche
Hervorgehoben wurde die Rolle des NATO-Mitgliedes Norwegen als wichtigstem Energielieferanten für Europa seit dem Einmarsch Moskaus in die Ukraine. Norwegen hat in der Arktis eine etwa 200 Kilometer lange gemeinsame Landgrenze mit Russland und verfügt über ein riesiges Unterwasserpipelinesystem. Unter den teilnehmenden Firmen waren deshalb auch die französische TotalEnergies und die norwegische Equinor, eine der größten Gaslieferanten Europas, vertreten.

Lage des Johan Sverdrup Offshore-Feldes in der Nordsee. Grafik: Total
Der Vizepräsident des deutschen Bundesamtes für Verfassungsschutz sagte nach dem Treffen gegenüber Reuters, dass man eine sich „entwickelnde Geschichte“ sehe, die nicht nur Deutschland oder die norwegischen Kollegen betreffe, sondern uns alle. Das sei eine Bedrohung, die von einigen Gegenspielern wie beispielsweise Russland ausgehe, sowohl durch Spionageoperationen als auch durch Sabotage. Er lehnte es jedoch ab, konkrete Fälle zu benennen.
Wachsamkeit
Der norwegische Nachrichtendienst wies zu Beginn des Jahres 2024 darauf hin, dass Russland sowohl physische als auch digitale Sabotageakte gegen Ziele in Norwegen durchführen könnte. Russland befinde sich in einer dauerhaften Konfrontation mit dem Westen, und es sei ein Regime, das bereit ist, mehr Risiken einzugehen, so der Leiter des norwegischen Nachrichtendienstes. Auch wenn es derzeit keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne in Norwegen gäbe, sei es ratsam, vorsichtig zu sein und die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen.
Preis der Freiheit
Im April wurden zwei deutsch-russische Staatsangehörige in Deutschland verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, Sabotageanschläge, auch auf US-Militäreinrichtungen, geplant zu haben, was von offizieller Seite als ernsthafter Versuch bezeichnet wurde, die militärische Unterstützung der Ukraine zu untergraben. Wie zu erwarten war, hat die russische Botschaft in Deutschland die Behauptungen, Russland stecke hinter den Anschlagsplänen, als "absurd und lächerlich" zurückgewiesen.
kdk, gCaptain, ONS












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