USS Hyman C. Rickover (SSN 795), Photos: US Navy

USS Hyman C. Rickover (SSN 795), Photos: US Navy

Newest US Navy submarine honours the "father of the nuclear fleet"

The 22nd unit of the Virginia class was commissioned on 14 October. The ship is named after Admiral Hyman C. Rickover.       

The commissioning ceremony for the USS Hyman C. Rickover (SSN 795) took place at the New London submarine base in the state of Connecticut. To date, 15 fighter submarines have been stationed here, including eight Virginia-class units.

Like the other units of the Block IV design, SSN 795 is around 115 metres long and displaces around 7800 tonnes. The pressurised water reactor S9G has an output of 210 megawatts and is designed for a service life of 33 years. The armament consists of Mk 48 torpedoes and Tomahawk cruise missiles for engaging land targets.

Nur zwei Monate vor der Indienststellung hatte die US Navy das 75. Jubiläum des offiziellen Beginns des Atomantriebsprogramms gefeiert. Leiter der am 4. August 1948 gebildeten Nuclear Power Branch wurde der damalige Captain Hyman Rickover. [ds_preview]Dieser hatte bereits seit 1945 in der Marine die Eignung der Atomtechnologie als Schiffsantrieb vertreten. Sein Engagement ging so weit, dass er die gesamte Befehlskette missachtete und sich 1947 persönlich an den damaligen Marinestabschef, Fleet Admiral Chester Nimitz, wandte. Der Handstreich glückte. Nimitz überzeugte seinen Marineminister John Sullivan, Rickover mit der Projektleitung zu beauftragen.
Der Bau der USS Nautilus, des ersten atomar betriebenen Kriegsschiffs der Welt, wurde 1951 bewilligt. Die Entwicklung des Kernreaktors und des Unterseebootes erfolgten parallel.

Dabei bestand die größte Herausforderung darin, einen ausreichend leistungsstarken Reaktor zu entwerfen der in den engen Raum eines U-Boots passen würde, und diesen Reaktor ausreichend abzuschirmen um eine Strahlenbelastung der Crew zu verhindern. Der Reaktorprototyp erreichte am 30. März 1953 zum ersten Mal einen sogenannten kritischen Zustand, also den normalen Betriebszustand. Im Mai desselben Jahres war die Anlage für 100 Stunden ununterbrochen in Betrieb um eine abgetauchte Atlantiküberquerung zu simulieren.

Ein unmittelbar vom Prototypen abgeleiteter Reaktor mit 10 000 Kilowatt wurde für die USS Nautilus gebaut und in den halbfertigen Rumpf des U-Bootes eingesetzt. Am 30. September 1954 wurde das Boot mit der Kennung SSN 571 (SSN steht für Submarine Ship – Nuclear) offiziell in Dienst gestellt.

Rickovers Einfluss wirkt sich noch heute aus, erklärte Admiral Frank Caldwell, heutiger Leiter des nuklearen Antriebsprogramms der Navy, anlässlich der Indienstellung der Rickover. „Admiral Rickover stellte die geltenden Grenzen des machbaren in Frage (...) Er veränderte hierdurch unsere Unterseebootflotte sowie das Wesen der Seekriegsführung, und er veränderte auch unumkehrbar unsere Schiffsbauindustrie,“ erklärte Caldwell, der gegenwärtig als sechster Nachfolger Rickovers im Amt des Director of Naval Nuclear Reactors fungiert.

Rickover 1954 alsKonteradmiral in Zivil an Bord der USS Nautilus, Fotos: US Navy

Rickover 1954 als Konteradmiral in Zivil an Bord der USS Nautilus, Fotos: US Navy

Vom Flüchtling zum Visionär      

Rickovers übergeordneter Beitrag zur Entwicklung des Atomantriebs brachte ihm den Beinamen „Vater der atomaren Flotte“ ein. Dieser Werdegang war nicht vorprogrammiert. Im russisch-annektierten Polen geboren, flüchtete der sechsjährige 1906 mit seinen Eltern vor antisemitischen Pogromen nach Amerika. Nach dem Schulabschluss in Chicago arbeitete er in einem Telegrafenamt. Nur durch Zufall lernte er einen Kongressabgeordneten kennen, der die Begabung des jungen Mannes erkannte und ihm die Matrikulation an der Marineakademie in Annapolis ermöglichte.

Rickover wurde technischer Offizier und verbrachte die ersten 20 Jahre seiner Laufbahn im Wesentlichen als Bordingenieur auf Unterseebooten sowie in Stabsverwendungen. Ab 1949 verblieb er für den Rest seiner Laufbahn auf dem Posten des Director of Naval Reactors. Aufgrund der ständig steigenden Bedeutung des Atomantriebs wurde er laufend befördert, zuletzt 1973 zum Vier-Sterne-Admiral. Erst am 31. Januar 1982 ging Rickover im Alter von 82 Jahren und nach insgesamt 63 Dienstjahren in Pension. Er verstarb vier Jahre später an den Folgen eines Schlaganfalls. Mit der Hyman C. Rickover hält ihm die Navy ein Andenken in Ehren.

Sidney E. Dean

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