The lack of investment in the past also affected the regeneration of the tractors.
Und nun ist es passiert: Die »Wangerooge«, seit 1986 im Dienst, kann nicht weiter betrieben werden. Eigentlich sollte der 1968 von der Schichau-Werft in Bremerhaven abgelieferte Schlepper bei Tamsen Maritim in Rostock im Rahmen einer letzten großen Instandsetzung noch einmal fit gemacht werden und anschließend noch bis 2025 im Dienst bleiben. Jetzt wurde jedoch das »vorzeitige Nutzungsdauerende« verkündet. Wegen steigender Kosten und verdeckter Schäden hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr mit Zustimmung des Planungsamtes das Ende verkündet. Mit einem Organisationsbefehl zog die Marine Konsequenzen: am 15.07.22 wurde das altehrwürdige Schiff außer Dienst gestellt. [ds_preview]
Die »Fehmarn« (56 Jahre alt) und »Spiekeroog« (ebenfalls 54 Jahre alt) könnten bis Jahresende ebenfalls ausgemustert werden. Damit würde die Marine drei Einheiten verlieren, die für wichtige Aufgaben gebraucht werden. Die drei Hochsee- und Bergungsschlepper werden zwar mit einer zivilen Besatzung und ohne komplizierte Wehrtechnik betrieben, sind aber eine nicht zu unterschätzende Unterstützung für die Einsatzfähigkeit der gesamten Flotte. Sie begleiten und sichern Minenjagd- und U-Boote während Ausbildungsfahrten, sie bergen Minen, werden als Plattform für Taucher, Offiziersschüler, für die Überlebensausbildung von Piloten und auch als Schlepper eingesetzt. Dieses vielfältige militärspezifische Portfolio ist der Grund, warum die Deutsche Marine mit Betreiberlösungen wenig anfangen kann, anders als bei klassischen Hafenschleppern.
Ohne die »Wangerooge«, die in der Ausbildung »Überleben auf See« (Open Sea Survival Training - OSST) für fliegendes Personal genutzt wurde, könnte es sogar zu einem Flugverbot über See kommen – nicht nur für Marine-, sondern auch für Luftwaffenpiloten. Denn Übungen, wie die Rettungsausrüstung nach einem Absturz beherrscht werden kann, könnten nicht mehr stattfinden.
Chartert die Marine zivile Schiffe als Ersatz?
Neue Schiffe als Ersatz sind kurzfristig nicht in Sicht. Das Nachfolgeprojekt SAMSe (Seebasierte Ausbildung Marine und Seeversuche See) soll unter Leitung der Wehrtechnischen Dienststelle 71 mit einer neu zu bauenden einheitlichen Schiffsklasse mehrere alte Mehrzweckeinheiten, darunter auch die Schlepper, ersetzen. Das Projekt befindet sich noch in der »Analysephase«. Vor Ende des Jahrzehnts ist also ein Zulauf kaum zu erwarten.
Nun soll für fünf Jahre am zivilen Markt geeignete Tonnage besorgt werden. Das hiesse, etwas marktverfügbares zu kaufen. Über Kosten und mögliche Optionen verlautete aus Kreisen der Marine bislang nichts. Das ist auch nicht anders zu erwarten, gleichwohl kann man vermuten, dass es sich um ein Budget von 25 Mio. € handeln wird. »Wir setzen auf eine zügige Verfügbarkeit«, zitierte die Wilhelmshavener Zeitung Fregattenkapitän Thorsten Geldmacher, den Kommandeur des Trossgeschwaders.
Man findet aber heraus, wenn man auf den einschlägigen Portalen wie nauticexpo schaut, was denn mögliche Angebote sind: z.B. die X-Bow-Tugs von Ulstein. Solche Schiffe hält man in Marinekreisen auch ohne grauen Anstrich für denkbar, ist zu hören.
Dieser Beitrag erscheint in Zusammenarbeit mit HANSA International Maritime Journal












If seven to eight years (should) pass from the analysis phase to the intake for such units, then this is, to put it mildly, irritating!
The economy can hardly afford such time lags - can it?