Bagger zur Seekanal-Vertiefung. Foto: NDR-Nordmagazin

Bagger zur Seekanal-Vertiefung. Foto: NDR-Nordmagazin

Rostock: Seekanal-Vertiefung – aber noch kein Platz für große Schiffe

25. Nov. 2024 | Headlines, News, Schifffahrt | 0 Kommentare

13 Jahre Planung und anschließend keine zwei Jahre Baggerarbeiten später wurde das Projekt Seekanal-Vertiefung offiziell abgeschlossen und an die Schifffahrt übergeben. Der Seekanal wurde vertieft, damit auch größere Schiffe Rostock anlaufen können.

Die Vertiefung sei eine Grundlage für den künftigen Erfolg des Hafens und ein wichtiger Schritt auf seinem Weg zum Energiehafen, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister anlässlich der symbolischen Verkehrsfreigabe. 2022 hatten Spezialbagger damit begonnen, den Seekanal auf einer Länge von etwa 17 Kilometern von der Ostsee kommend bis in den Überseehafen hinein auszubaggern. Die Fahrrinne ist nun 25 Meter breiter und zwei Meter tiefer auf „Baltimax“ (Schiffstiefgang max. 15,4 Meter) ausgebaggert, so dass jedes Schiff in der Ostsee auch den Rostocker Hafen anlaufen kann.

Seekanal-Vertiefung nach Rostock. Grafik: NDR-Nordmagazin

Seekanal-Vertiefung nach Rostock. Grafik: NDR-Nordmagazin

Kostenüberraschung

Die Planungen für das Projekt starteten im Jahr 2009 mit kalkulierten Kosten in Höhe von 130 Millionen Euro. Im Juni dieses Jahres - und damit neun Monate früher als geplant - konnten die Baggerarbeiten abgeschlossen werden. Nach Angaben des Leiters des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ostsee kostete die Ausbaggerung mit 72 Millionen Euro deutlich weniger als geplant. Gründe waren geringere Dieselkosten und sehr leistungsfähige große Geräte mit höherer Arbeitsgeschwindigkeit als geplant.

Aber

Bis das erste größere Schiff im Überseehafen anlegen kann, wird es jedoch noch dauern. Im Überseehafen gibt es derzeit keinen Liegeplatz mit der entsprechenden Wassertiefe. Ein Tiefwasserliegeplatz wird laut Hafenbetreiber Rostock Port nicht vor 2028 fertig. Schade, wäre ja auch zu schön gewesen.

Quelle: NDR, kdk

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