Kategorie: Technologie

Eisbrecher auf dem Trockenen

In mehr als 40 Jahren hat das Forschungsschiff "Polarstern" knapp zwei Millionen Seemeilen zurückgelegt. Im Dock zeigt der Eisbrecher seine Beulen und sein Innenleben. Temperaturen zweistellig unter null, meterdickes Eis, Tausende Seemeilen von der Heimat entfernt: Das bundeseigene Forschungsschiff "Polarstern" ist für Extreme gebaut. Immer wieder nimmt es Kurs auf Arktis und Antarktis, damit Wissenschaftler dort forschen können. Zwischen zwei Expeditionen musste die "Polarstern" im Frühjahr in Bremerhaven in die Werft. Dort zeigte sie ihre Beulen, doch auch, was in ihr steckt. Vier Maschinen mit zusammen rund 20 000 PS, ein Hubschrauberhangar, eine Fußbodenheizung für draußen und ein Swimmingpool...

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Neuland

Das Laserwaffenprojekt für die Marine geht nach einem äußerst erfolgreichen Start weiter. Die beteiligten Ingenieure betreten dabei unbekanntes Terrain – und stehen täglich vor neuen Herausforderungen. Im Jahr 2020 beauftragte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) die Arge Hoch­ener­gielaser Marine­demonstrator, eine Arbeitsge­mein­schaft von Rheinmetall Waffe Munition und MBDA Deutsch­land, mit der Entwicklung und Fertigung eines Laser­waffen­­demonstrators (LWD). Ziel war es, den Stand der Technik für dieses neuartige Waffensystem zu untersuchen und erste Erfahrungen zum Umgang mit dieser zu sammeln. Im Juni 2022 wurde der LWD an Bord der Fregatte Sachsen gebracht. Die fast einjährige Erprobungszeit...

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Das LCS-Debakel der US Navy

Kaum ein Konzept der US Navy hat in den letzten Jahrzehnten für derart viele negative Schlagzeilen gesorgt wie die Littoral Combat Ships (LCS). Mit dem absehbaren Ende des Beschaffungsprogramms beginnt nun die Zeit für eine Aufarbeitung des Desasters. Der Querstapellauf der USS Cleveland am 15. April 2023, bei dem das Schiff einen Schlepper rammte und geringfügig beschädigt wurde, steht sinnbildlich für den Zustand des LCS-Programms der US Navy. Ein an sich hochmodernes Konzept, das die Marine auf Herausforderungen in küstennahen Gewässern vorbereiten sollte, hatte sich schon kurz nach Indienststellung der ersten Schiffe zu einem maritimen Albtraum entwickelt. Waren ursprünglich...

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German Mission Network Seegehend

Wer heute im Gefecht bestehen will, muss Informationen in Echtzeit austauschen können – auch mit Einheiten anderer Nationen. Nun entsteht ein disruptiver Ansatz für eine kontinuierlich aktuelle Führungsfähigkeit der Marine. Mit dem Programm German Mission Network (GMN) werden die bestehenden Führungsinformationssysteme der Teilstreitkräfte harmonisiert, serviceorientiert ausgerichtet und auf eine gemeinsame Plattform überführt. Dies ermöglicht die Fähigkeit zur nationalen und multinationalen Einsatz- und Operationsführung. Mit GMN Seegehend erfolgt hierbei die Umsetzung für die maritime Dimension und der Aufbau des bundeswehrgemeinsamen, führungsebenenübergreifenden, national und multinational interoperablen Informations- und Kommunikationsverbunds auf den Schiffen und Booten der Marine. Damit können Informationen der deutschen,...

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Verspätet und zu teuer

Die Schiffsbeschaffung der US Navy liegt um mehrere Jahre hinter dem Zeitplan. Gleichzeitig explodieren die Kosten. Die Regierung kündigt gezielte Maßnahmen an. Dass die meisten Schiffbauprojekte der US-Seestreitkräfte hinter dem Zeitplan stehen, ist längst bekannt. Die Hochseeflotte der Navy verfügt gegenwärtig über weniger als 300 Einheiten einschließlich der Flottenversorger. Das Pentagon schätzt, dass 381 Einheiten nötig wären, um alle globalen Verpflichtungen der Marine wahrzunehmen. Das verzögerte Schiffbautempo behindert den Flottenausbau und die Ablösung älterer Schiffe durch neue und leistungsstarke Einheiten. Dieser Umstand ist [ds_preview]besonders gravierend angesichts des rasanten Wachstums der chinesischen Flotte. Pekings Hochseeflotte verfügt bereits über 370 Einheiten...

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